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Laufschuh Neuheiten H/W 2015

Inzwischen haben wir in Deutschland in den allermeisten Regionen Winter (gehabt). Passend dazu stellen gerade alle Laufschuhmarken ihre Produkte für die Saison Herbst/Winter 2015 vor. Diese startet im Juni und endet kurioserweise schon wieder im Novemer bzw. Dezember 2015. Also dann wenn der Winter zumeist erst beginnt. Was es an Neuheiten, Veränderungen, Updates und Trends bei den Laufschuhen H/W 2015 gibt? Ich habe im folgenden Artikel „Laufschuh Neuheiten H/W 2015“ für euch hinter die Kulissen geblickt.


Überblick Laufschuh Neuheiten / Laufschuhtrends HW 2015


HW 2015 – Wo sind die echten Neuheiten?

Echte Neuheiten gibt es zur vermeintlich schwächeren Herbst-/Wintersaison traditionell schon weniger. Das ist auch für die Saison H/W 2015 nicht anders. Gerade die großen Sportartikelhersteller haben viel des Pulvers bereits zum Jahresstart verschossen. Deshalb ist es wenig überraschend, dass v. a. Updates bestehender Modelle und wie gewohnt natürlich in großem Ausmaß neue Farben kommen. Doch schauen wir uns im Detail an was an Neuheiten, Updates und Farben in H/W 2015 kommt.

Adidas will mit Boost zurück

Den großen Aufschlag für 2015 hat Adidas mit der Einführung des Ultra Boost im Februar 2015 für dieses Jahr bereits hinter sich. Die Messlatte hat Adidas mit dem Versprechen des „besten Laufschuhs aller Zeiten“ selbst sehr hoch gelegt, sind die Herzogenauracher doch aktuell von den Top 2 im Markt, Asics und Nike, deutlich entfernt. Der Ultra Boost ist der erste Adidas Laufschuh der das neue Boost Zwischensohlenmaterial zu 100 % in der Mittelsohle verbaut bekommen hat. Das in Kooperation mit der BASF aus Ludwigshafen entwickelte eTPU hat ein hohes Rückstellvermögen, nimmt viel Energie auf und ist in einem relativ weitem Bereich temperaturresistent. Die Dämpfung ist stark ausgeprägt und eher weich. Die Bauhöhe ist mit 33:23 mm hoch. Die Sprengung mit 10 mm auf dem neuen Standard. Daraus resultiert mit 315 g in Referenzgröße US 9 ein etwas höheres Schuhgewicht. Die Monosockkonstruktion des Obermaterials soll für eine herausragende Passform und einen sehr anschmiegsamen Schaft sorgen. Das Primeknit-Upper ist aus einem Faden gestrickt wodurch der Schaft nahtfrei ist und eine handschuhähnliche Passform bietet. Mit einer unverbindlichen Verkaufspreisempfehlung (UVP) von 179,95 € liegt der Ultra Boost auf jeden Fall im Premiumsegment. Bei den sonstigen Neuerungen handelt es sich um Überarbeitungen bestehender Modelle. Insbesondere der Schaft stand z. B. beim Update des Supernova Sequence Boost und des Response Boost im Fokus. Der Response Boost und der Supernova Sequence Boost werden in der UVP um je 10,- € auf 119,95 bzw. 139,95 € auf das Niveau der Mitbewerber angehoben. Eines wird bei der Adidas Kollektion für HW 2015 deutlich. Im Laufschuhbereich konzentriert sich der deutsche Hersteller auf Straßenlaufschuhe. Im Bereich der Traillaufschuhe ist das Angebot klein, optisch schwierig und zudem wenig aussagekräftig.

Asics setzt auf Komfortupdates

Bei den Japanern aus Kobe werden traditionell die Neutrallaufschuhe in der Saison HW überholt. Dieses Mal ist es etwas anders. Der vorgezogene Launch des Gel Nimbus 17 im März bricht diese starre Abfolge etwas auf. Der Top Komfortschuh von Asics bekommt v. a. einen neuen, nahezu nahtfreien Schaft der für eine modernere Optik sorgt. Des weiteren wurde die Zwischensohle überarbeitet. Am zweilagigen Aufbau wurde festgehalten aber mit SuperSOLYTE und SuperSpEVA kommen hier leichtere und mit besserer Rückstellkraft versehene Materialien zum Einsatz. Gleiches gilt für die Neutrallaufschuhe Gel Cumulus 17 und Gel Pulse 7 aber in abgespeckter Ausführung.

Asics Gel Nimbus 17 M (c) Laufschuhkauf.deAsics Gel Kayano 22 M (c) Laufschuhkauf.de

Vorgezogen wird wie im Herbst 2014 das Update des Gel Kayano. Der neue Gel Kayano 22 wird dann schon wieder im Oktober 2015 erhältlich sein. Neu wird der Schaft und die Zwischensohle sein.

Ein Fokus Thema wird für Asics in HW 2015 die Winterrunning Linie sein. Die Straßenlaufschuhe mit Goretex-Schaft bekommen alle eine neue Außensohle mit einer weicheren, reaktiveren Gummimischung sowie einem neuen Profildesign mit Mikrospikes um den Grip zu verbessern. Ein weiteres Thema für die Herbst/Wintersaison ist bei den Japanern die Lite Show Serie. Die aus 5 Modellen u. a. Gel Nimbus 17, Gel Kayano 21 und Gel Cumulus 17 bestehende Serie zeichnet sich dadurch aus, dass sie aufgrund von großflächigen Reflektoren ihr Gesicht bei Dunkelheit ändert. Werden die Reflektoren angestrahlt sieht der Schuh anders aus als bei Tag.

Asics Gel Cumulus 17 Lite Show W (c) Laufschuhkauf.deAsics Gel Cumulus 17 Lite Show W angeblitzt (c) Laufschuhkauf.de

Wenn du detailiertere Informationen über die Asics Neuheiten suchst findest du diese im Artikel Asics Laufschuh Neuheiten HW 2015.

Brooks setzt erfolgreiche Modellpolitik der kleinen Veränderungen fort

Die Amerikaner pflegen seit Jahren eine Modellpolitik der kleineren, kontinuierlichen Verbesserungen und fahren sehr gut damit. Das Jahr 2014 wurde mit einem erneuten Rekordumsatz abgeschlossen. Demnach besteht für die Marke aus Seattle auch in der Saison H/W 2015 kein Grund das zu ändern. Ganz neue Modelle gibt es leider keine. Dafür einige Updates. So bekommt das Dämpfungs-Flagschiff Glycerin 13 einen komplett neuen Schaft der durch die 3D-Fit-Print Technologie und den neuen Mittelfußsattel eine noch bessere Passform gewährleisten soll. In der Zwischensohle kommt das neue Super-DNA Dämpfungsmaterial zum Einsatz das bei sonst gleichen Eigenschaften 25 % mehr Dämpfung bieten soll. Der Glycerin 13 ist für Damen und für Herren in je 3 Farbstellungen erhältlich und soll wie sein Vorgänger eine UVP von 159,95 € erzielen. Der 2. wichtige Neutrallaufschuh, der Ghost 8, erhählt ebenfalls einen neuen Schaft, der dank Engineered Mesh technischer und moderner wirkt als der des Vorgängers. Der in je 4 Farbstellungen erhältliche Nachfolger des Ghost 7 bleibt bei einer UVP von 129,95 €. Wie in den vergangegen Jahren gibt es den Ghost für 10,- € mehr auch wieder als wind- und wetterfeste Ausführung mit Goretex-Schaft. Der dritte im Bunde der Neutrallaufschuhe ist der Aduro. Dieser entwickelt sich mehr und mehr zu einem Nachbau des älteren Ghost, liegt aber mit 109,95 € spürbar unter diesem. Deutlich verändert kommt der Pure Grit 4 daher. Wobei beim näheren Hinschauen auffällt, dass die Außen- und Zwischensohlenkombination gleich bleibt. Der Schaft hingegen wird komplett überarbeitet. Neues Nav Band, neue Schnürung, weniger Synthetikoverlays und ein neues Meshmaterial sollen die Passform weiter optimieren.

Brooks Glycerin 13 (c) Laufschuhkauf.de

Brooks Pure Grit 4 (c) Laufschuhkauf.de

Komfortoffensive bei Mizuno

Mizuno bleibt sich ähnlich wie Brooks treu und verändert für HW 2015 eher wenig in der Kollektion. Neue Modelle gibt es keine. Dafür Updates der bestehenden Laufschuhe. Die Updates konzentrieren sich stark auf das „first fit“ und den Komfort der Schuhe. Mizuno Fans hat es bisher nicht gestört, dass sich die Schuhe eher härter anfühlen aber gerade für neue Läufer war diese Tatsache anscheinend eher abschreckend. So hat Mizuno in diesem Punkt nachgebessert und fast allen neuen Modellen (u. a. Wave Ultima 7, Wave Enigma 5, Wave Paradox 2, Wave Mujin 2) eine neue Premium Einlegesohle sowie eine zusätzliche 2 mm dicke EVA Schicht direkt unter der Einlegesohle verpasst. Des weiteren kommt in den Überarbeitungen der Modelle Wave Ultima 7 und Wave Enigma 5 das neue U4icX Zwischensohlenmaterial zum Einsatz. Beim Enigma in der kompletten Zwischensohle unter der Wave Platte und beim Wave Ultima im Fersenbereich unterhalb der Wave Platte. Wave Ultima 7 und Wave Paradox 2 kosten ab HW 2015 jeweils 5,- € mehr (d.h. 130,- und 150,- €). Auch auf den Komfort zahlen die zentralen Neuerung beim Wave Sayonara 3 ein. Er bekommt 1 mm mehr Bauhöhe und liegt jetzt bei 20:10 mm, die Passform wurde verbessert, die Overlays im Schaft insbesondere im Vorfußbereich reduziert und das Smooth Ride Konzept, das die Abrollbewegung von der Ferse bis in den Vorfußbereich unterstützt, optimiert. Vom Aufbau ist der Sayonara 3 jetzt definitiv deutlich näher am Precision als am Elixier. Obwohl eigentlich nicht an der Reihe, bekommen auch die Erfolgsmodelle Wave Rider 18 und Wave Inspire 11 die neue Einlegesohle und einen hochwertigeren Fersenkeil aus AP+.

Alle vier Trailschuhe (Wave Mujin 2, Wave Kazan 2, Wave Hayate 2 und Wave Kien 2) bekommen ebenfalls Updates. Allen gemeinsam ist die neue, hochwertigere Einlegesohle sowie ein überarbeiteter Schaft. Der Wave Hayate 2 und der Wave Kien 2 werden jeweils 5,- € teurer und sollen 120,- bzw. 100,- € kosten. Der Wettkampfschuh Wave Hitogami 2 bekommt lediglich ein Fabupdate. Für Herren wird es ein aggressives neongelb und für Damen neonpink. Ebenfalls mit starker Optik kommt das Update des Wave Aero 14. Endlich wieder mit großem Run Bird auf der Schuhinnenseite und mit sonnengelb mit schwarz in einer Top Wettkampffarbe. Technisch fällt v. a. das superweiche, suedeartige Obermaterial auf das wie ein Handschuh sitzen soll. Erinnerungen an den Wettkampfschuhklassiker Wave Idaten werden wach. Die UVP steigt um 5,- € auf 130,- €.

Mizuno Wave Rider 18  (c) Laufschuhkauf.de Mizuno Wave Inspire 11  (c) Laufschuhkauf.de Mizuno Wave Sayonara 3  (c) Laufschuhkauf.de Mizuno Wave Hitogami 2  (c) Laufschuhkauf.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saucony punktet mit den meisten echten Neuheiten

Saucony bringt die meisten wirklich neuen Schuhe in HW 2015 auf den Markt. Während der neue 8 mm Bewegungskontrollschuh Redeemer ISO irgendwo noch als Quasinachfolger des aus dem Sortiment genommenen Stabil CS 3 durchgehen kann, sind die Modelle Nomad TR und Excursion TR9 GTX komplett neu. Aber auch der Redeemer ISO ist im Vergleich zum Stabil CS ein anderer Schuh. Mit deutlich wertigerem und komfortableren Obermaterial (es kommt der ISO Strumpfschaft zum Einsatz), einer 6 mm dicken Einlegesohle und einer komplett überarbeiteten Außen-Zwischensohlenkombination grenzt er sich deutlich vom „Vorgänger“ ab. Allerdings auch beim Gewicht, das um rund 40 g in Referenzgröße US 9 steigt.

Ganz neu ist der Trailschuh Nomad TR, der wie eine Mischung aus New Balance Freshfoam TR und Brooks Cascadia wirkt. Das aus einem Stück gefertigte Obermaterial hat dank aufgeklebten FlexFilm-Besätzen nahezu keine Nähte. Die Außensohle hat eine durchgängige Auflagefläche mit tatzenartigen, 6-eckigen Elementen. Die Sprengung ist mit 4 mm bei einer Bauhöhe von 22:18 mm gering. Das Gewicht mit lediglich 261 g in Größe US 9 vorbildlich. Sicher ist der Nomad TR kein Extremtrailschuh. Dafür fehlt ihm u. a. eine Rock Plate und ein ausgeprägter Zehenschutz aber auf normalen Feld-Wald-Wiesenwegen und nicht zu anspruchsvollen Trails hat er durchaus seine Berechtigung. Die 2. echte Neuheit ist ebenfalls ein Geländelaufschuh. Der Excursion TR9 GTX bietet zunächst v. a. ein Top-Preis-Leistungsverhältnis. Mit 100,- € ist er für einen Laufschuh mit wind- und wasserdichtem Goretex-Schaft sehr günstig. 8 mm Sprengung bei einer Bauhöhe von 26:18 mm, 349 g in US 9, eine griffige Außensohle und ein zusätzliches Grid Dämpfungskissen in der Ferse runden den gelungenen Einstiegstrailschuh ab.

Ein Update bekommt wie gewohnt für die Herbst-/Wintersaison einer der erfolgreichsten Saucony Laufschuhe, der Ride 8. Die Sprengung und die Bauhöhe bleiben mit 8 mm bzw. 26:18 mm ebenso wie das Gewicht (266 g in US 9) wie beim Vorgängermodell. Die wesentliche Neruerung bezieht sich auf den Schaft. Hier kommen aufgeklebte FlexFilm-Besätze zum Einsatz die für einen nahezu nahtfreien Schaft sorgen. Die UVP wird um moderate 5,- € auf 135,- € erhöht. Wie bisher ist der Ride 8 als Winterlaufschuh mit wind- und wasserdichtem Goretex-Schaft erhältlich. Die GTX Version kommt mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen Camouflageoptik daher. Auch die Erhöhung der UVP um 10,- € auf 150,- € ist ambitioniert und liegt eher untypisch um 15,- (statt wie bei den Mitbewebern um 10,- €) über der Straßenversion ohne GTX Schaft. Eher kosmetischer Natur ist das Update des Kinvara 6. Hier wird ebenfalls nur der Schaft leicht überarbeitet.

Saucony Ride 8  (c) Laufschuhkauf.de

Saucony Ride 8 GTX  (c) Laufschuhkauf.de

Saucony Kinvara 6  (c) Laufschuhkauf.de

Saucony Nomad TR  (c) Laufschuhkauf.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Der deutsche Laufschuhmarkt bleibt interessant für neue Marken

Deutschland ist in Europa der größte Markt für Laufschuhe. Da überrascht es nicht das immer neue Marken mit ihren Sortimenten auf den deutschen Markt drängen. Nachdem sich in den letzten 2 – 3 Saisons mit Salming, Hoka One One und Altra drei neue Marken vorgestellt haben, tritt in HW 2015 mit der Nummer 2 aus dem chinesischen Markt 361° eine weitere Marke auf den Plan. Der Fokus der für den deutschen Markt zunächst 140 Produkte umfassenden Kollektion der Chinesen soll zunächst auf Running liegen. Überraschende Konzepte oder Innovationen sind in der Kollektion keine zu finden. Eher bodenständig wirkt das was der chinesische Hersteller auf der Ispo in München vorgestellt hat. Lediglich das Marketinginvest mit dem Sponsoring der Olympischen Spiele im brasilianischen Rio in 2016 lässt aufhorchen. Zeigt es doch welch großes Invest 361° für seine Markenbekanntheit bereit ist zu tätigen.

Mit einem tatsächlich anderen Konzept kommt die Marke Airia. Auf der Internationalen Sportartikel Messe in München Anfang Februar 2015 haben die Schweden ihren Laufschuh Airia One vorgestellt. Die Merkmale 0 mm Sprengung, 240 g in Größe US 9, eine stark abgerundete Fersenpartie, ein eher hoher Spitzenhub, Vibram Außensohle, Ortholite Einlegesohle und ein atmungsaktives Obermaterial sind zunächst nicht außergewöhnlich. Die 6 mm Sprengung von der Schuhaußenseite zur Schuhinnenseite im Vorfußbereich hingegen schon. D. h. der Schuh wird von der Außenseite zur Innenseite im Vorfußbereich um 6 mm flacher. Der Gedanke hintendran ist eine Verkürzung der Bodenkontaktzeiten durch ein schnelleres Führen des Fußes auf den Großzeh über den der Abdruck erfolgt. Eigenen Studien von Airia zufolge soll der Airia One im Vergleich zum Laufen in anderen Laufschuhen eine Verbesserung der Geschwindigkeit um 1 % bringen.

Die ebenfalls schwedische Sportartikelmarke Salming, die seit FS 2014 in Deutschland aktiv ist, hat den Sprung zunächst nicht geschafft. Bei Runners Point wird die Marke gerade aus dem Sortiment genommen. Auch die französiche Marke Hoka One One mit den Oversize-Zwischensohlen und die Amerikaner Altra, die mit ähnlichem Konzept aufwarten, stecken was die Distribution in Deutschland angeht noch in den Kinderschuhen.

On Cloud  (c) Laufschuhkauf.deEine Marke hingegen ist auf dem Weg sich im vorderen Feld der Laufschuhmarken in Deutschland zu etablieren: Die Schweizer Marke On.

Die Idee ist einfach. Es gibt bei On keine Laufschuhkategorien, nur unterschiedliche Komfortlevel. Die Schuhe sind so aufgebaut, dass der Fußaufsatz relativ nah unter dem Körperschwerpunkt erfolgt bzw. erfolgen kann. Die Clouds (rechteckige Elemente in der Zwischensohle) dämpfen dabei nicht nur vertikal sondern auch ein kleines Stück horizontal den Aufprall ab während sie beim Abstoßen im Vorfußbereich komplett zusammengedrückt sind und so einen festen Abdruck ermöglichen.

Auf der Ispo in München wurde On für das Modell Cloud mit dem Ispo Gold Award ausgezeichnet. Immerhin ein Fingerzeig für die etablierten Marken. Aufgrund der andersartigen aber dennoch konsumigen Optik wid sich On nicht nur als Laufschuh verkaufen sondern hat durchaus Potential als Freizeitschuh.

Spannend wird sein wie On es schafft mit zunehmender Bekanntheit und wachsendem Marktanteil seinen Vertrieb im Griff zu behalten. Daran ist schon so manche Marke gescheitert.


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Vom Minimalismus zum Maximalismus

Nachdem der große Hype um das Thema Natural Running bereits deutlich abgeebbt ist, haben alle führenden Laufschuhhersteller ihre Natural Running Sortimente gestrafft und den Marketingfokus wieder auf das Kerngeschäft verlagert. Auch das erfolgreichste Modell dieser Kategorie, der Nike Free, schwächelt verstärkt durch eine verfehlte Modellpolitik seit Frühjahr 2014 zunehmend. Inzwischen sogar so stark, dass Nike die Marktführerschaft im Laufschuhbereich wieder an Asics abtreten musste. Allerdings lässt sich daraus noch kein Sterben der Natural Running Kategorie ableiten. Viel mehr schrumpft die Kategorie auf das tatsächliche Maß, d.h. auf die Größe die durch Laufschuhe die auch zum Laufen gekauft wurden. Das war beim Nike Topseller in den meisten Fällen nicht der Fall. Augenscheinlicher wird der sich stark abkühlende Trend dadurch, dass die großen Laufschuhmarken sich wieder verstärkt den Kernkategorien widmen. Im Bereich Natural Running hingegen werden die Sortimente und auch die Farbauswahl immer kleiner. Manch eine Marke hat sich sogar komplett aus diesem Markt zurückgezogen. Spezialisten in diesem Bereich verschwinden gerade wieder von der Bildfläche. Gepusht durch den Erfolg des Nike Free liesen sich einige Marken blenden und glaubten an vergleichbaren Erfolg mit ähnlich aufgebauten Modellen. Dieser Erfolg trat aber abgesehen von Nike bei keiner anderen Marke wirklich ein.

Salomon Sense Propulse  (c) Laufschuhkauf.deInzwischen kommt gerade der Gegentrend zu den Minimalschuhen empor, die Maximalschuhe. D. h. Laufschuhe mit sehr hoher Zwischensohle und starker Konzentration auf die Dämpfung. Komfort ist wie zu Beginn des Artikels beschrieben definitiv ein Fokus vieler großer Laufschuhmarken. Laufschuhe wie der Adidas Ultra Boost setzen auf sehr starke Dämpfung. Auch Salomon hat mit dem Modell Sense Propulse ein sichtbar höher gebautes Modell im Programm. Asics hingegen hat seinen in FS 2015 eingeführten Maximalschuh 33-M nach nur einer Saison bereits wieder vom Markt genommen. Als die Entscheidung dafür getroffen wurde, war der Schuh noch nicht mal im Handel erhältlich. Die extremsten Produkte bieten aber auch bei diesem Trend die Spezialisten. Mit Hoka One One und Altra kommen gleich zwei Marken auf den deutschen Markt die extrem starke Dämpfung gepaart mit maximaler Bauhöhe allerdings bei eher niedriger Sprengung als den neuen Weg propagieren. Das Thema Dämpfung wird dadurch sicher an Bedeutung im Markt gewinnen. Das Maximalschuhe sich als große Kategorie etablieren ist aber eher nicht zu erwarten.


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Was es sonst noch so geben wird …

Der zusätzliche Gewinn aus dem Natural Running Trend zeigt sich in den neuen Laufschuhen in HW 2015 durch höhere Flexibilitätswerte, durchgängige Auflageflächen im Mittelfußbereich, reduzierten Sprengungen in den Trainingsschuhen und nach wie vor fallendem Schuhgewicht.

Die Kategorie der Neutrallaufschuhe bekommt weiter Zuwachs und die Zahl der gestützten Schuhe reduziert sich weiter. Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass Neutrallaufschuhe heute in einigen Fällen deutlich stabiler sind als noch vor ein paar Jahren. Schließlich sorgt nicht die Pronationsstütze alleine für Stabilität.

Preiserhöhungen gibt es in der Saison Herbst/Winter 2015 einige wobei sich diese auf wenige Marken und Modelle beschränken. Viele Marken kommen sogar ganz ohne Anpassungen der UVPs aus.

Sehr auffällig ist nach wie vor die Ausweitung der Farbpalette vor allem bei den Trainingschuhen. Gerade die größeren Marken bieten viele Modelle teilweise in 5 Farben an. Aber selbst kleinere Marken kommen zumindest mit einer Farbalternative bei den wichtigsten Modellen. Das Laufschuhe oft als Allround-Sportschuhe und/oder Freizeitschuhe benutzt werden und dort die Farbe eine entscheidende Rolle spielt dürfte das ganze noch weiter fördern.


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