Laufschuhtest Mizuno Wave Rider 19

Weiter geht es im Laufschuhkauf.de Laufschuhtests FS 2016 mit dem Neutrallaufschuh Mizuno Wave Rider 19.

Das schreibt Mizuno zu seinem Bestseller:

„Run smoother, feel faster, go further
Der beste Wave Rider, den wir je hatten. Für ein einzigartiges Lauferlebnis durch optimale Passform und eine angenehme Dämpfung.
* U4ic Zwischensohlen-Material sorgt für unglaubliche Dämpfung in einem federleichten Laufschuh
* Schnelles und müheloses Lauferlebnis
* Erstklassige Passform und Komfort“

Doch schauen wir genauer ins Detail was der Mizuno Wave Rider 19 kann. Was nicht. Wie er sich beim Laufen bewährt und für wen er geeignet ist.

 

Legende: OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt geeignet; X = ungeeignet

 

Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Wave Rider 19 (Art.-Nr. J1GA168044)
Mizuno Wave Rider 19 Aussenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Rider 19 Aussensohle  (c) Mizuno
HINWEIS: Zum Vergrößern der Bilder auf das jeweilige Bild klicken.
Preis 145,- €
Gewicht 274 g (US 9), 342 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OOO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß SR Touch Parallel Wave, U4ic Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen im Vorfußbereich
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail O
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 5 – 12
Herren
7 – 13, 14, 15, 16
Sprengung 12 mm (24:12 mm)
Passform Normal weit geschnitten.
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Mizuno Wave Rider 18. Folgende Neuerungen weist der Wave Rider 19 auf: Die Neuerungen beziehen sich nur auf den Schaft. Die Außen- und Zwischensohleneinheit wurde 1:1 aus dem Vorgängermodell Wave Rider 18 übernommen. Neu ist das U4icX Strobelboard, eine wenige mm dicke Schicht U4icX Dämpfungsmaterial direkt unterhalb der hochwertigen Einlegesohle. Diese Neuerung verbessert das „first fit“ und den Laufkomfort. Der Schaft wurde überarbeitet. Das neue Meshmaterial ist jetzt weicher. Die Zehenbox ist höher als beim Rider 18. Die Tapes im Mittelfußbereich auf der Innenseite wurden reduziert und neu platziert. Dadurch sitzt der Schuh hier besser am Fuß. Die Schnürsenkel sind jetzt leicht elastisch und sehr lang. Das Zungenhalteband ist jetzt eine Schnürreihe weiter oben (4. statt 3.). Während der Rider 18 keinen einzigen Reflektor hatte, hat der Rider 19 wenigstens einen, wenn auch sehr kleinen Reflektor an der Ferse bekommen. Das Gewicht ist in Referenzgröße US 9 um 14 g höher als beim Wave Rider 18. Neues Design. Preiserhöhung um 5,- €.
Besonderheiten Erfolgreichster Mizuno Laufschuh in Deutschland. Der Mizuno Laufschuh, der in der größten Farbpalette erhältlich ist (zahlreiche Sonderfarben z. B. für den Hamburg oder Osaka Marathon). In technisch abgespeckter Variante auch als Kinderschuh zu einer UVP von 65,- € erhältlich.
Testbericht und Kommentar Der Wave Rider ist bereits in seiner 19. Auflage erhältlich und der erfolgreichste Schuh der Japaner. Die Veränderungen von einem Modell auf das andere halten sich zumeist im Rahmen. Das wird von den Läufern honoriert. Auch beim Wave Rider 19 bleibt sich Mizuno treu und hat die Außen- und Zwischensohleneinheit 1:1 aus dem Vorgänger Wave Rider 18 übernommen. Eine kleine Änderung gibt es direkt oberhalb der Zwischensohle dann allerdings doch. Die Japaner haben dem Nachfolger, wie bereits einigen anderen Modellen im Herbst/Winter 2015, das U4icX Strobelboard, eine wenige mm dicke, über die komplette Schuhlänge reichende Schicht U4icX Dämpfungsmaterial direkt unterhalb der Einlegesohle verpasst. Was bei anderen Marken schon seit längerem gemacht wird um den Komfort und das „first fit“ zu verbessern, erhält jetzt auch bei Mizuno Einzug. Alle die befürchten, dass der Rider jetzt weich und schwammig wird, können beruhigt sein. Der Mizuno Wave Rider 19 gehört nach wie vor zu den Laufschuhen mit einer härteren Dämpfung und festem Auftritt.

Weitere Veränderungen am Schuh betreffen nur den Schaft. Hier wurden auf der Innenseite Overlays und Nähte reduziert und/oder umplatziert um die Passform zu verbessern. Diese ist absolut gelungen. Durch die neuen, halbelastischen Schnürsenkel lässt sich der neue Rider super an den Fuß ziehen. Die Schnürsenkel sind (mehr als) ausreichend lang um alle möglichen Schnürvarianten auch bei großer Schuhgröße durchzuführen. Die gut gepolsterte Zunge reduziert den möglichen Druck durch die Schnürung. Auffällig ist im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern und auch früheren Versionen des Rider, dass Mizuno relativ viele Nähte am Schaft des Schuhs innen und außen hat. Das wirkt zwar etwas „old school“ sorgt aber für Stabilität und Haltbarkeit. Traditionell ist auch die Sprengung die nach wie vor bei 12 mm liegt. 2 – 4 mm weniger würden dem Wave Rider nicht schaden und die Zielgruppe nicht verändern. Dafür läuft sich der Wave Rider 19 überraschend agil. Durch die nicht übermässig hohe Gesamtbauhöhe, die feste Waveplatte in der Zwischensohle und dem Verzicht auf zusätzliche (biomechanisch so oder so umstrittene) Dämpfungskissen im Vorfußbereich gehört der Wave Rider zu den direktesten Vertretern seiner Kategorie. Der Wave Rider 18 überzeugt durch ein überraschend bodennahes und gewohnt härter abgestimmtes Laufgefühl. Gerade hier ist er eine willkommene Abwechslung zu den doch sehr weichen Laufschuhen von Nike und Adidas in dieser Kategorie. Der Abrollvorgang wird v. a. im Vorfußbereich stark unterstützt. Die Flexibilität ist gut. Die Torsionsfähigkeit durch die weit in den Mittelfuß reichende Wave Platte allerdings spürbar eingeschränkt. Am besten läuft sich der Rider auf hartem Untergrund. Mit normalen Feld-Wald-Wiesenwegen kommt er ebenfalls gut zurecht. Auf Schotter sammelt der Rider ab und an Steine in der Aussparung unter dem Rückfuß. Die Preiserhöhung von 5,- € auf eine unverbindliche Verkaufspreisempfehlung von 145,- € ist im Vergeich zum aktuellen Markttrend sehr moderat.

Leichte bis mittelschwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und Läufer mit leichter bis mittlerer Supination die einen für seine Klasse direkten und trotzdem komfortablen Laufschuh fürs tägliche Training suchen sollten den Mizuno Wave Rider 19 probieren. Schwere Läufer auf der Suche nach einem Trainingsschuh greifen bei Mizuno besser zu den Modellen Wave Ultima 7 oder Wave Enigma 5. Für schwerere Läufer mit neutralem Abrollverhalten ist der Rider 18 ggf. ein geeigneter Schuh für Wettkämpfe. Vergleichsmodelle: Asics Gel Cumulus 18, Brooks Ghost 8.

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Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.

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