Laufschuh Lexikon

Der Grund dieses Laufschuh Lexikons? Die Sprache im Laufschuhmarkt ist häufig sehr fremdwörterlastig.

Ein Beispiel: "Aufgrund deines KSS-Fußes und der außenrotierten Ganglinie überpronierst du relativ stark und benötigst deshalb einen Runningschuh mit 2. medialer Härte". Na auch nichts verstanden? Aber vielleicht verstehst du das: "Wegen der Tatsache, dass du einen Knick-Senk-Spreizfuß hast und deine Füße nach außen gedreht aufsetzt, knickst du übermäßig nach innen ein und brauchst einen Laufschuh, der den Fuß zur Innenseite hin stützt".

Mit Hilfe des Lexikons kannst du das "Laufschuh-Fachchinesisch" übersetzten. Nachfolgend findest du über 100 Begriffe mit kurzen Erläuterungen. Einfach auf die entsprechenden Buchstaben oder Wörter im Inhaltsverzeichnis klicken.

Hinweis: Alle Fotos unterliegen dem Copyright. Dies gilt insbesondere auch für die Fotos der Firma Currex (z.B. Beinachen, Ganglinie, Fußtypen, …).

Inhaltsverzeichnis
 

A   B  C   D   E  F   G  H   IJ  K   L   M  N   O   PQ   R  S   T  UVW  XYZ

 

A B C D

Abzorb FL

ACTEVA

Adidas

Adiprene

Air

angelsächsischer Fußtyp

Archtec

Asics

Außensohle

Avia

baltischer Fußtyp

Bewegungskontrollschuhe

Brandsohle

Brooks

Cell

Control

Cushion

Diadora

DRB

DRB Accel

Duomax

E F G H

Eider

erster Strahl

Etonic

EVA

Fersenkappe

Fila

Flexkerben

Fußfehlstellungen

Fußtrainer

Fußtypen

Ganglinie

Gel

Geländelaufschuhe

gerade Beinachse

germanischer Fußtyp

GRID

Härtegrad

Hallux Valgus

Hohlfuß

HydroFlow

IJ

K

L M

Icebug

Karhu

Knick-Senk-Spreizfuß

kombinierte Machart

KSS

K-Swiss

Lateral

Längsgewölbe

Laufsohle

Lightweighttrainer

Leisten

Leistenform

Leistenkonstruktion

Machart

Medial

Mittelfuß

Mittelfußbrücke

Mittelfußgurt

Mittelfußlaufstil

Mittelsohle

Mizuno

Mokassin Machart

Motion Control

N O PQ R

Neutralfuß

Neutrallaufschuhe

New Balance

Newton

Nike

Non Marking

O-Beindrift

O-Beine

orthopädische Einlage

Phylon

Plattfuß

Pronation

Pronationsstütze

Propriozeption

Pearlizumi

PU

Puma

Quergewölbe

Reebok

romanischer Fußtyp

Rückfuß

Rückfußlaufstil

Rykä

S T UVW XYZ

Saucony

Salomon

Scott

Schaft

Senkfuß

Shore

Solyte

Spreizfuß

Sprengung

Stabilschuhe

Stability Web

Strobel Machart

Supination

The North Face

Torsionssystem

Trailschuhe

Traxion

TS2-Stütze

Unterpronation

Überpronation

Vorfuß

Vorfußlaufstil

Wettkampfschuhe

Winterlaufschuhe

X-Beindrift

X-Beine

Zehenriegel

Zunge

Zwischensohle


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Abzorb FL

Zwischensohle von New Balance, die in den Top Modellen zum Einsatz kommt. Über die ganze Länge (FL = Full Length) ist gleichmäßig das Dämpfungsmaterial Abzorb eingeschäumt, was für ein weicheres Laufgefühl sorgen soll.


ACTEVA

Zwischensohlenmaterial von New Balance, dass leichter und zugleich formstabiler als herkömmliches EVA ist. Die Weiterentwicklung mit dem Zusatz Lite ist nochmals 12 % leichter als die "normale" ACTEVA Zwischensohle. Inzwischen gibt es ACTEVA Ultralite das nochmals 12 % weniger Gewicht als ACTEVA Lite auf die Waage bringt.


Adidas

Zur Adidas Homepage  (c) AdidasDeutscher Laufschuhhersteller.

 

 


Adiprene

Das Dämpfungssystem von Adidas, dass in den meisten Laufschuhen eingesetzt wird, besteht aus einem Silikonkissen, das im Rückfußbereich direkt unter der Aufsatzfläche platziert ist. Im Vorfuß wird ein elastisches Silikonkissen verwendet (Adiprene+). Je nach Modell besteht der komplette Vorfußbereich aus Adiprene+.


Air

Das Dämpfungssystem von Nike, dass neben dem neuen Lunar Schaum in den meisten Nike Laufschuhen eingesetzt wird, besteht aus einer mit einem Gasgemisch gefüllten Kunststoffhülle, die in die Zwischensohle eingebaut ist. Je nach Modell sind verschiedene Varianten, von separaten Kissen im Vor-  und Rückfuß bis zu einem durchgehendem Air-Kissen möglich. Die Dämpfung ist relativ weich.


angelsächsischer Fußtyp

Schmale und lange Füße werden als angelsächsische Füße bezeichnet.


Archtec

Mittelfußbrücke von Puma.


Asics

Zur Asics Homepage  (c) AsicsJapanischer Laufschuhhersteller.

 

 


Außensohle

Auch als Laufsohle bezeichnet. Der Teil des Schuhs, mit dem der Läufer direkten Bodenkontakt hat. Sie wird entweder aus Gummi (weicherer Auftritt, kürzere Lebensdauer) oder aus abriebfesterem und damit auch haltbarerem Karbongummi gefertigt. Oft kommt eine Kombination von beidem zum Einsatz. An den stark beanspruchten Stellen im Fersen- und Vorfußbereich Karbongummi um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und am Rest normales Gummi um Gewicht zu sparen. Je nach Modell und vorgesehenem Einsatzbereich gibt es verschiedenen stark profilierte Außensohlen.


Avia

Zur Avia Homepage  (c) AviaAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 


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baltischer Fußtyp

Der baltische Fußtyp besitzt einen breiten Rückfuß und eine große, lange Großzehe.


Bewegungskontrollschuhe

Laufschuhklasse, bei der der Schwerpunkt auf der Stabilität liegt. Andere Bezeichnungen: Brettschuhklasse, Motion Control oder stark (pronations-)gestützte Schuhe. Diese Schuhe sind für schwergewichtige, starke Überpronierer geeignet. Auf der Schuhinnenseite finden sich Pronationsstützen, die u. U. bis in den Vorfuß reichen und meistens durch Plastikelemente verstärkt werden. Häufig sind dieses relativ schweren Schuhe auf geraden Leisten gefertigt.


Brandsohle

Verbindung zwischen Schaft und Zwischensohle,
oft aus Kunststoff (zumeist aus plastifizierter Hartpappe). Leistenkonstruktion, bei der faserartiger Kunststoff zur Stabilisierung unter der Einlegesohle mit der Zwischensohle verklebt ist. Dadurch soll die Stabilität des Schuhes erhöht werden.


Brooks

Zur Brooks Homepage  (c) BrooksAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 

 


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Cell

Dämpfungssystem von Puma, dass im Rückfuß aus mit Luft gefüllten, wabenförmig angeordneten Zellen besteht (icell). Im Vorfuß wird flach geschäumtes EVA verwendet (idcell).


Control

engl. Kontrolle/Regler. Siehe Stabilschuhe.


Cushion

engl. Dämpfung/Dämpfer. Siehe Neutrallaufschuhe.


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Diadora

Zur Diadora Homepage  (c) DiadoraItalienischer Laufschuhhersteller.

 


DRB Accel

Mittelfußbrücke von Brooks.


Duomax

Pronationsstütze von Asics, die je nach Modell vom Rückfuß bis maximal in den Mittelfuß reicht und grau hervorgehoben ist.


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Eider

Zur Eider Homepage  (c) EiderFranzösischer Gelände-Laufschuhhersteller.

 

 


erster Strahl

Einheit aus dem ersten (innersten) Mittelfußknochen und der dazugehörigen Großzehe. Als fünfter Strahl wird der fünfte (äußerste) Mittelfußknochen und die Kleinzehe bezeichnet.


Etonic

Etonic Logo  (c) EtonicAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 

 


EVA

Abkürzung für Ethylenvinylacetat. Sehr leichter, gut dämpfender Kunststoffschaum, der druckgeschäumt in den meisten Laufschuhen, oft anders genannt und etwas abgewandelt, als Zwischensohlenmaterial eingesetzt wird. Er kann in verschiedenen Härtegraden (Shore) gefertigt werden, wodurch die  Zwischensohle dem Gewicht des Läufers angepasst werden kann. Rund 80 % der Dämpfung werden von der EVA-Sohle übernommen (nicht von den Dämpfungskissen, -systemen).


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Fersenkappe

Stützteil, meist aus Kunststoff, im hinteren Teil des Schuhes, das den Rückfuß fixiert.


Fila

Zur Fila Homepage  (c) FilaItalienischer Laufschuhhersteller.

 

 


Flexkerben

Aussparungen in der Zwischen- und Außensohle im Vorfußbereich des Schuhes, die diese biegsamer (flexibler) machen und somit die Abrollbewegung des Fußes erleichtern.


Fußfehlstellungen

Unter Fußfehlstellungen werden statisch oder konstitutionell bedingte Form- und Strukturveränderungen im Längs- und Quergewölbe des Fußes verstanden. Die am häufigsten verbreiteten, i. d. R. im Laufe der Zeit erworbenen Fußfehlstellungen sind: Hohlfuß, Senkfuß, Spreizfuß und Knick-Senk-Spreizfuß. Daneben werden folgende angeborene Fußfehlstellungen unterschieden: Klump-, Sichel-, Hackenfuß und der angeborene Plattfuß.


Fußtrainer

Diese Laufschuhklasse richtet sich an alle Läufer/innen. Während allerdings der größere Teil der Läufer/innen in diesen Schuhen eine sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Schuhen findet wird nur ein kleiner Teil ausschließlich oder überwiegend in diesen Schuhen laufen können und wollen. Der Schwerpunkt dieser Schuhe liegt ähnlich wie bei den Lightweighttrainern und Wettkampfschuhen auf niedrigem Gewicht, hoher Flexibilität, Dynamik, guten Abrolleigenschaften und flacherer Bauweise mit weniger Sprengung. Auch hier sind Dämpfung und Stabilität eher eine Begleiterscheinung als der Schuhschwerpunkt. Ziel des Trainings mit den Schuhen (in denen die Muskulatur mehr arbeiten muss) ist eine Stärkung der (Fuß-)Muskulatur, eine Verbesserung der Koordination und ein "natürlicheres" Laufen. Das natürliche Abrollverhalten des Fußes ohne Schuhe dient als Vorbild. Weitere Infos in der Laufschklassenaufteilung.


Fußtypen

Nach der Form bzw. Gestalt werden folgende Fußtypen unterschieden: angelsächsischer Fußtyp, germanischer Fußtyp, romanischer Fußtyp und baltischer Fußtyp. Häufig werden unter diesem Begriff auch fälschlicherweise die Fußfehlstellungen aufgeführt.


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Ganglinie

gerade Ganglinie  (c) currexaußenrotierte Ganglinie  (c) currexinnenrotierte Ganglinie  (c) currexBeschreibt ob der Fuß gerade (Bild links), außen- (Bild Mitte) oder innenrotiert (Bild rechts) aufgesetzt wird.

 

 

 

 

 


Gel

Dämpfungssystem von Asics, das je nach Modell aus verschiedenen Silikonarten, die mit einer Vinylhaut umschlossen sind, besteht. Während im Vorfuß die geschäumte Gelvariante (P-Gel) zum Einsatz kommt, sorgt im Rückfuß die gegossene Silikonvariante (T-Gel) für die Dämpfung. Früher kam auch flüssiges Gel, dass in einer Kunststoffhülle eingeschlossen war, zum Einsatz.


Geländelaufschuhe

Auch Trailschuhe und manchmal All-Terrain-Laufschuhe genannt. Laufschuhklasse, die für den "Cross- und Wintereinsatz" gedacht ist. Merkmale sind griffige, meist grobstollige Außensohle, flacher gebaute Zwischensohlen, verstärkte Zehenbox, robustes, meist wetterfesteres Obermaterial und dunkle Farben. Die Schuhe dieser Klasse gibt es für Neutralfußläufer sowie Überpronierer, für leichte bis schwere Läufer. Den weiterführenden Artikel Ratgeber Trail-/Geländelaufschuhe findest du hier. Weitere Infos in der Laufschklassenaufteilung.


gerade Beinachse

gerade Beinachse im Stand  (c) currexgerade Beinachse in Bewegung  (c) currexIm Stand berühren sich die (durchgedrückten) Knie bei zusammengestellten Füßen in der Mitte, d.h. die Knie bleiben auf einer gedachten, geraden Linie von Hüfte – Knie – Fuß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


germanischer Fußtyp

Sichelförmige Füße, bei denen der Rückfuß schmaler als der Vorfuß ist, werden als germanische Füße bezeichnet.


GRID

Abkürzung für Ground Reaction Inertia Device. Das Rückfußdämpfungssystem von Saucony besteht aus einem Hytrel-Faser-Netzrahmen, der über einem Hohlraum gespannt liegt. Von der Funktion vergleichbar mit einem Trampolin: Beim Aufsetzten über den Rückfuß gibt das "Netz" nach und dämpft den Aufprall.


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Härtegrad

Gibt die Festigkeit der Zwischensohle an. Je nach Körpergewicht der Zielgruppe wird der Shoregrad (Festigkeitsgrad) der Zwischensohle erhöht. Die meisten Pronationsstützen bestehen lediglich aus fester geschäumtem EVA (2. bzw. 3. Härtegrad). Häufig wird die Pronationsstütze durch eine stabile Mittelfußbrücke ergänzt.


Hallux Valgus

lateinisch = nach auswärts gerichtete große Zehe. Zehendeformität, bei der die große Zehe meist als Folge eines Spreizfußes zum Fußaußenrand tendiert.


Hohlfuß

Hohlfuss  (c) currexFußfehlstellung, bei der das Fußlängsgewölbe überhöht ist, d.h. der Fuß hat einen zu hohen Spann. Im Fußabdruck ist nur Ferse und Vorfuß zu sehen. Häufig in Verbindung mit Hammer- und Krallenzehen. Bei Läufern mit Hohlfüßen ist meistens auch eine Supination zu finden. Der Fuß ist meist steif und unbeweglich. Ursache ist meistens eine Verkürzung der Muskulatur an der Fußunterseite. Dem Fuß fehlt der natürliche Aufprallschutz, weshalb hier Neutrallaufschuhe mit guter Dämpfung gewählt werden sollten.

 

 


HydroFlow

Das Dämpfungssystem von Brooks. Es besteht im Rückfußbereich aus einem Kammer-System, das mit einem zähen Silikon-Öl-Gemisch gefüllt ist. Wird Druck auf die zentrale Kammer ausgeübt, fließt die Flüssigkeit durch gleich große Kanäle in den äußeren Ausweichring, Luft wird zusammengedrückt, die zentrale Kammer verliert an Volumen – sie gibt nach und generiert so den Dämpfungseffekt. Im Vorfuß kommt ein Kissen mit flüssigem Silikon-Öl-Gemisch zum Einsatz (Forefoot Hydroflow).


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Icebug

Zur Icebug Homepage  (c) IcebugSchwedischer Geländelaufschuhhersteller.

 

 

 


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Karhu

Zur Karhu Homepage  (c) KarhuFinnischer Laufschuhhersteller.

 

 

 


Knick-Senk-Spreizfuß

Knick-Senkfuss  (c) currexKnick-Senk-Spreizfuß. Eine der häufigsten Kombinationen von Fußfehlstellungen (Definitionen der Einzelnen siehe dort). Läufer mit Knick-Senk-Spreizfüssen knicken i.d.R. in der Abrollbewegung zu stark nach innen ein, so dass Schuhe mit Pronationsstützen und weniger stark gebogenen Leisten gewählt werden sollten.

 

 

 

 


kombinierte Machart

Bei der im Laufschuh am häufigsten verwendeten Machart, wird im Rückfußbereich eine halbe Brandsohle mit dem Schaft vernäht und im Vorfußbereich der Schaft an der Unterseite in der Mitte zusammengenäht. Die kombinierte Machart soll Stabilität im Rückfuß- (durch die Brandsohle) und Flexibilität im Vorfußbereich (durch den vernähten Schaft) gewährleisten.


KSS

Abkürzung für Knick-Senk-Spreizfuß, die häufig im medizinischen Bereich verwendet wird und z. B. auf Rezepten (für orthopädische Einlagen) notiert wird.


K-Swiss

K-Swiss  (c) K-SwissAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 

 

 


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Lateral

Außenseite des Fußes bzw. Schuhes.


Längsgewölbe

Fußgewölbekonstruktion die sich zwischen Ferse und Vorfuß auf der Innenseite des Fußes spannt.


Laufsohle

Siehe Außensohle.


Lightweighttrainer

Leichtgewichtige Trainingsschuhe, die eine Mittelstellung zwischen Trainingsschuh und Wettkampfschuh einnehmen. Laufschuhklasse, die für Training und Wettkämpfe gedacht ist und auch von weniger ambitionierten, allerdings nicht zu schweren Läufern/innen ohne allzu starke Überpronationstendenzen gelaufen werden kann. Neben niedrigem Gewicht stehen gute Abrolleigenschaften im Vordergrund. Dämpfung und Stabilität treten etwas in den Hintergrund. Die Schuhe sind von der Zwischensohle meist flach gebaut, was den Abdruck verbessern soll. Weitere Infos in der Laufschklassenaufteilung.


Leisten

Schuhform. Form des menschlichen Fußes aus Aluminium, Holz oder Kunststoff auf dem der Schaft gearbeitet wird. Durch den Leisten wird die Passform des Schuhes festgelegt. Siehe auch Leistenform.


Leistenkonstruktion

Auch als Machart bezeichnet. Verschiedene Konstruktionsweisen kommen zum Einsatz: kombinierte Machart, Mokassin Machart und Strobel Machart. Wenn man die Einlegesohle aus dem Laufschuh herausnimmt, kann man die Machart erkennen.


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Machart

Siehe Leistenkonstruktion.


Medial

Bezeichnung für die Innenseite des Fußes bzw. Schuhes.


Mittelfuß

Fußbereich zwischen Vor- und Rückfuß; d.h. zwischen Ballen und Ferse, der das Fußgewölbe und den äußeren Fußrand umfasst.


Mittelfußbrücke

System zur Bewegungskontrolle, das sich zwischen Vor- und Rückfußbereich befindet. Die Kerbe in Verbindung mit dem Plastikelement soll eine anatomisch korrekte, natürliche Verdrehung des vorderen Teils des Schuhs unabhängig vom hinteren Teil ermöglichen  (Entkopplung von Vor- und Rückfuß). Zudem wird durch diese "Aussparung" das Gewicht des Schuhs reduziert. Häufig wird die Mittelfußbrücke zusätzlich zur Pronationskontrolle genutzt. Bei Bewegungskontrollschuhen ist meistens keine Kerbe vorhanden, was noch mehr Stabilität bringen soll.


Mittelfußgurt

Verstärkung im mittleren Teil des Schaftes, die dem Fuß zusätzlichen Halt geben soll. Häufig werden in den Mittelfußgurt die "Markenzeichen" integriert. So z.B. bei Adidas die 3 Streifen.


Mittelfußlaufstil

Laufstil, bei dem der mittlere Teil des Fußes, in leicht supinierter Haltung, zuerst den Boden berührt. Mischung aus Vor- und Rückfußlaufstil.


Mittelsohle

Siehe Zwischensohle.


Mizuno

Zur Mizuno Homepage  (c) MizunoJapanischer Laufschuhhersteller.

 

 

 


Mokassin Machart

Im Gegensatz zur Strobel Machart wird hier der Schaft ohne Brandsohle an der Unterseite (unterhalb der Einlegesohle) in der Mitte zusammengenäht und mit der Zwischensohle verklebt. Der Laufschuh ist dadurch sehr leicht und flexibel.


Motion Control

engl. Bewegungskontrolle. Siehe Bewegungskontrollschuhe.


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Neutralfuß

Neutralfuss  (c) currexNormale Fußform ("Normalfuß"), d.h. Fußlängs- und Quergewölbe sind (vollkommen) intakt. Im Abrollvorgang tritt nur eine natürliche Pronationsbewegung auf, die keiner Korrektur bedarf.

 

 

 

 


Neutrallaufschuhe

Laufschuhklasse, bei der der Schwerpunkt auf der Dämpfung liegt. Andere Bezeichnungen: Cushion oder ungestützte Schuhe, Schuhe für Normalfußläufer. Diese Schuhe sind für Neutralfußläufer und je nach Modell auch für Supinierer (Unterpronierer) sowie u. U. leichte Überpronierer geeignet. Der Schwerpunkt dieser meist auf einem (leicht) gebogenen Leisten gefertigten Schuhe liegt auf der Dämpfung. Weitere Infos in der Laufschklassenaufteilung.


New Balance

Zur New Balance Homepage  (c) New BalanceAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 

 

 


Newton

Zur Newton Homepage  (c) NewtonAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 

 


Nike

Zur Nike Homepage  (c) NikeAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 

 

 

 


Non Marking

Nicht abfärbende Außensohle. Damit ist gewährleistet, dass der Schuh auch auf z. B. Hallenboden keine Streifen hinterlässt, was bei "normalen" Außensohlen der Fall sein kann.


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O-Beindrift

O-Beindrift  (c) currexIn der Laufbewegung (dynamische Beinachstellung) driftet das Knie nach außen, d.h. die Knie – und die Fußaußenseite werden stärker belastet. Das Knie verlässt die gedachte, gerade Linie Hüfte – Knie – Fuß.

 

 

 

 

 

 

 

 


O-Beine

O-Beine  (c) currexBeinachsenfehlstellung unter statischen Verhältnissen ("im Stand"). Die Knie berühren sich bei gestreckten, zusammengestellten Beinen nicht. Mindestens 2 Finger passen quer zwischen die Knie. Lateinischer Begriff: genu varum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Orthopädische Einlage

Eine auf die speziellen Anforderungen des Läufers zugeschnittene Einlegesohle, die den Fuß beim Laufen unterstützen soll. Die orthopädische Einlage wird anstatt der Herstellereinlegesohle in den Schuh gelegt und besteht i.d.R. aus Kunststoffmaterialien.


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Phylon

Nikes Bezeichnung für EVA.


Plattfuß

Plattfuss  (c) currexExtrem ausgeprägter Senkfuß (siehe auch dort). Dabei liegt das Längsgewölbe des Fußes auf der Innenseite komplett auf dem Boden auf.

 

 

 

 

 


Pronation

Natürliche Dämpfungsbewegung des Fußes im unteren Sprunggelenk. Pronation ist eine Drehung des Fußes um seine Längsachse, bei der der äußere Fußrand gehoben und der innere Fußrand gesenkt wird. Ein leichtes nach-innen-knicken ist vollkommen normal und erwünscht (siehe auch Überpronation).


Pronationsstütze

Auch 2. Zwischensohlenhärte oder mediale Stütze genannt, soll eine Überpronation einschränken und den Abrollvorgang korrigieren. Dafür wird härteres Material in Keilform, meist härter geschäumtes EVA, auf der Innenseite des Schuhes in die Zwischensohle eingesetzt. Die Pronationsstützen, die sich auf der Schuhinnenseite befinden, gibt es in verschiedenen Längen: nur im Rückfuß, Rückfuß und Mittelfuß, Rückfuß bis in den Vorfuß. Die Pronationsstützen sind bei den Herstellern farblich (meist grau) hervorgehoben.


Propriozeption

= Eigenwahrnehmung. Beschreibt einen spezialisierten Anteil der Sensorik, mit dem wir Gelenkbewegungen, Gelenkstellungen und die ausgeübte Muskelkraft wahrnehmen können. Die Propriozeption hängt entscheidend vom Input über die Sensoren der Haut und des Bewegungsapparates ab. Sehr starke Dämpfung in den Laufschuhen bzw. ein sehr hoher Zwischensohlenaufbau schränkt die Eigenwahrnehmung ein.


Pearlizumi

Zur Pearlizumi Homepage  (c) PearlizumiAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 


PU

Abkürzung für Polyurethan. Synthetisches Gummi, dass wie EVA in Laufschuhen als Zwischensohlenmaterial eingesetzt wird. PU ist fester, schwerer aber auch haltbarer als EVA. Wegen der relativ geringen Flexibilität der PU-Zwischensohle verschwindet dieses Material zusehends aus der Laufschuhproduktion.


Puma

Zur Puma Homepage  (c) PumaDeutscher Laufschuhhersteller.

 

 

 


Quergewölbe

Fußgewölbekonstruktion unterhalb der Mittelfußknochen.


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Reebok

Zur Reebok Homepage  (c) ReebokEnglischer Laufschuhhersteller.

 

 


romanischer Fußtyp

Der romanische Fußtyp ist im Vergleich zum germanischen Fußtyp breiter (ausladender) und weist eine gerade Achse auf.


Rückfuß

Fußbereich der Ferse; hintere Teil des Fußes.


Rückfußlaufstil

Laufstil, bei dem zuerst die Ferse in mehr oder weniger stark supinierter Haltung den Boden berührt. Der überwiegende Teil der Läufer/innen läuft diesen Stil.  An älteren Laufschuhen leicht an hinten außen stärker abgelaufenen Außensohlen zu erkennen.


Rykä

Zur Rykä Homepage  (c) RykäAmerikanischer Laufschuhhersteller, der ausschließlich Frauenlaufschuhe produziert.

 

 

 


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Saucony

Zur Saucony Homepage  (c) SauconyAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 


Salomon

Zur Salomon Homepage  (c) SalomonFranzösischer Geländelaufschuhhersteller.

 

 


Schaft

Oberteil des Schuhes (oberhalb der Zwischensohle), besteht zumeist aus einer Mischung von atmungsaktivem Meshmaterial und festerem Kunststoff (Overlays). Bei Gelände- und Winterlaufschuhen ist er zumeist aus wetterfesten Materialien, wie z.B. Goretex, Sympatex oder herstellerspezifischen Materialien wie Climawarm gefertigt.


Scott

Zur Scott Homepage  (c) ScottAmerikanischer Laufschuhhersteller.

 

 

 


Senkfuß

Senkfuss  (c) currexFußfehlstellung, bei der das Längsgewölbe abgesenkt ist. Häufig in Kombination mit einem Knick- und Spreizfuss (siehe auch unter Knick-Senk-Spreizfuß). Ursache ist häufig Übergewicht.

 

 

 

 

 


Shore

Maßeinheit, die u. a. den Härtegrad der Zwischensohle im Laufschuh angibt. Je höher der Shorewert, desto härter bzw. fester ist die Zwischensohle (siehe auch Härtegrad).


Solyte

Zwischensohlenmaterial von Asics, das inzwischen in den meisten Asics Laufschuhe eingesetzt wird. Solyte ist ein Co-Polymer und wesentlich leichter als herkömmliches EVA. Es zeichnet sich durch sehr gute Dämpfungseigenschaften, sehr hohes Rückstellpotential und größere Verschleißfestigkeit aus.


Spreizfuß

Fußfehlstellung, bei der das Fußquergewölbe abgesenkt ist (der Vorfuß wird breiter). Die häufigste Fußfehlstellung überhaupt (häufiger bei Frauen als bei Männern). Oft in Verbindung mit Hammer- und Schiefzehen.


Sprengung

Verhältnis der Zwischensohlendicke (/-höhe) von Rück- zu Vorfuß. Je höher die Sprengung, desto größer das "Gefälle" im Schuh.


Stabilschuhe

Laufschuhklasse, bei der der Schwerpunkt auf der Stabilität liegt. Andere Bezeichnungen: Control, Support oder (pronations-)gestützte Schuhe. Diese Schuhe sind für leichte bis mittelschwere Überpronierer geeignet. Die meist auf einem nur leicht gebogenen Leisten gefertigten Schuhe sind an der Innenseite mit mehr oder weniger starken Pronationsstützen ausgestattet und verfügen oft über feste Mittelfußbrücken, was das für die Zielgruppe typische "übermäßige nach-innen-knicken" einschränken soll. Auch die Machart der Schuhe, der Schaftaufbau und die Fersenkappe sorgen für Stabilität. Weitere Infos in der Laufschklassenaufteilung.


Stability Web

Mittelfußbrücke von New Balance.


Strobel Machart

Der Schaft wird mit einer textilen Brandsohle aus strapazierfähigem Gewebe durch die so genannte Strobelnaht vernäht. Durch die Brandsohle wird die Stabilität des Laufschuhes gefördert.


Supination

Oder Unterpronation, häufig bei Hohlfüßen. Bewegung im unteren Sprunggelenk mit einer Anhebung des Fußinnenrandes, d.h. der Fußaußenrand wird erheblich stärker belastet. Der Fuß kippt nach außen weg ("übermäßiges über-außen-laufen"). An älteren Schuhen an im Vor- und Mittelfußbereich außen abgelaufenen Sohlen (sofern der Läufer nicht über den Vor- oder Mittelfuß läuft) leicht zu erkennen. Alleine hinten außen stärker abgelaufene Sohlen sind kein Anzeichen für eine Supination.


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The North Face

Zur The North Face Homepage  (c) The North FaceAmerikanischer Geländelaufschuhhersteller.

 

 

 

 


Torsionssystem

Mittelfußbrücke von Adidas.


Trailschuhe

Siehe Geländelaufschuhe.


Traxion

Außensohlensystem von Adidas, dass in einem Teil deren Geländelaufschuhen zum Einsatz kommt, um eine möglichst hohe Griffigkeit auf schwierigem Untergrund zu erreichen. Die mittleren "Stollenelemente" sind quer zur Laufrichtung angeordnet und sollen für eine saubere Vorwärtsbewegung sorgen. Die äußeren Elemente stabilisieren den Fuß zur Seite. Für harten Untergrund (Asphalt) nur sehr bedingt geeignet.


TS2-Stütze

Pronationsstütze von New Balance, die aus zwei Härtegraden besteht und dadurch ein flüssigeres Abrollverhalten erhalten soll.


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Unterpronation

Siehe Supination.


Überpronation

Zu starke Pronation, häufig bei Knick-Senk-Spreizfüßen. Bewegung im unteren Sprunggelenk mit einer Anhebung des Fußaußenrandes; d.h. der Fußinnenrand wird erheblich stärker belastet. Der Fuß (bzw. das Fersenbein) kippt über das normale Maß ( > natürliche Pronation) nach innen ("übermäßiges über-innen-laufen"). An älteren Schuhen an im Vor- und Mittelfußbereich innen stärker abgelaufenen Sohlen leicht zu erkennen. Bei starker Überpronation ist der Schuh im Rückfußbereich häufig "verzogen".


Vorfuß

Fußbereich der Ballen und Zehen; vorderer Teil des Fußes.


Vorfußlaufstil

Laufstil, bei dem zuerst der vordere Teil des Fußes in leicht supinierter Haltung den Boden berührt. 


Wettkampfschuhe

Diese Laufschuhklasse richtet sich v. a. an leichte bis mittelschwere Läufer/innen (bis 85/90 kg bzw. bis 70/75 kg), die einen leichten Schuh für (schnelle) Trainingseinheiten und / oder Wettkämpfe suchen. Der Schwerpunkt dieser Schuhe liegt auf niedrigem Gewicht, hoher Flexibilität, Dynamik und guten Abrolleigenschaften. Dämpfung und Stabilität treten in den Hintergrund. Die meist auf einem stärker gebogenen Leisten gefertigten Schuhe sind für Neutralfußläufer und nicht zu starke Überpronierer zu empfehlen. Supinierer finden eventuell unter den neutralen Varianten eine mögliche Lösung. Auch Vor- und Mittelfußläufer kommen mit diesen Schuhen oft gut zurecht. Weitere Infos in der Laufschklassenaufteilung.


Winterlaufschuhe

Laufschuhklasse, die für den "Wintereinsatz" gedacht ist. Werden häufig den Geländelaufschuhen zugeordnet, obwohl es viele Modelle gibt, die für Asphaltlaufen gedacht sind. Wichtigstes Merkmal ist ein robuster, wasser- zumeist winddichter Schaft.


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X-Beindrift

X-Beindrift  (c) currexIn der Laufbewegung (dynamische Beinachsstellung) driftet das Knie nach innen, d.h. die Knie – und die Fußinnenseite werden stärker belastet. Das Knie verlässt die gedachte, gerade Linie Hüfte – Knie – Fuß.

 

 

 

 

 

 

 

 


X-Beine

X-Beine  (c) currexBeinachsenfehlstellung unter statischen Verhältnissen ("im Stand"). Die Knöchel berühren sich bei gestreckten, zusammengestellten Beinen nicht. Mindestens zwei Finger passen quer zwischen die Knöchel. Häufiger bei Frauen. Lateinischer Begriff: genu valgum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Zehenriegel

Verstärkung des Schaftes im Bereich der Großzehe (Vorfuß-Innenseite), um das Durchbohren des Meshmaterials durch den großen Zeh zu verhindern.


Zunge

Gepolsterte Lasche, die über dem Fußrücken liegend den Druck der Schnürsenkel reduzieren soll. Bei wasserdichten Schuhen ist die Zunge i.d.R. auch seitlich festgenäht.


Zwischensohle

Auch als Mittelsohle bezeichnet. Zentraler Dämpfungsträger; der ca. 80 % der Dämpfungseigenschaften eines Schuhes übernimmt und sich zwischen Außensohle und Schaft (Oberteil) befindet. Sie besteht meistens aus EVA). Dämpfungskissen werden zusätzlich an den Stellen, an denen die meiste Kraft auf die Sohle einwirkt, eingebaut und verlängern damit die Schuhlebensdauer.


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© wiesel 11.12.2011


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