Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe HW 2015

Folgende Modelle wurden in der Saison Herbst/Winter 2015 bei den Lightweighttrainern Wettkampfschuhen getestet und sind im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe HW 2015 zu finden:

  • Mizuno Wave Sayonara 3 (Lightweighttrainer)
  • Mizuno Wave Aero 14 (Wettkampfschuh)

Folgendes Modell wurde nicht bzw. lediglich farblich verändert und ist im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe Frühjahr/Sommer 2015 zu finden:

  • Brooks Launch 2
  • Mizuno Hitogami 2

Folgendes Modell wurden nicht bzw. lediglich farblich verändert und ist im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe Frühjahr/Sommer 2011 zu finden:

  • Brooks Racer ST 5 (Wettkampfschuh)
Legende: OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt  geeignet; X = ungeeignet

 

Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Wave Sayonara 3 (Art.-Nr. J1GC153009)
Mizuno Wave Sayonara 3 Men Außenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Sayonara 3 Men Innenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Sayonara 3 Men Außensohle  (c) Mizuno
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Preis 125,- €
Gewicht 250 g (US 9), 316 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig OO
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer O
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein Die Wave Platte ist im Mittelfußbereich auf der Innenseite länger gezogen.
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein Parallel-Wave, Zwischensohle aus U4ic
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail O
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 6 – 11
Herren
7 – 13, 14, 15
Sprengung 10 mm (20:10 mm)
Passform Normal weit geschnitten mit breiterem Vorfußbereich.
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Mizuno Wave Sayonara 2. Folgende Neuerungen weist der Wave Sayonara 3 auf: Die 3. Auflage ist eine Komplettüberarbeitung des Vorgängermodells. Neben der Außen- und Zwischensohle wurde auch der Schaft deutlich verändert. Die G3 Außensohle des Vorgängers wurde durch eine normale Karbongummi-Außensohle ersetzt. Nach wie vor kommen 3 Flexkerben im Vorfußbereich zum Einsatz. Diese sind jetzt aber tiefer. Die Unterfütterung der Mittelfußbrücke im Mittelfußbereich auf der Innenseite wurde durch eine normale Mittelfußbrücke in Form der Wave Platte getauscht. Die Außensohle ist jetzt 1 mm dicker wodurch sich die Gesamtbauhöhe um 1 mm erhöht. Zwar kommt ist neben dem Logo an der Ferse jetzt auch die Zungenhalteschlaufe reflektierend aber der Sayonara 3 hat in Summe sehr wenig Reflektoren. Der Schaft im Vorfußbereich wurde auf herkömmliches Meshmaterial an Stelle der aufgeklebten Overlays umgestellt. Halt geben im Vorfußbereich zwei dreieckige Bänder die unter der ersten Schicht Mesh eingesetzt wurden. An der Zunge wurde auf 1 (an Stelle der bisherigen 2) Haltebänder zur Fixierung der Zunge umgestellt. Neues Design.
Besonderheiten Eierlegende Wollmilchsau für festen Untergrund. Der Mizuno Wave Sayonara 3 ist für Damen und Herren jeweils in 2 Farbstellungen erhältlich.
Testbericht und Kommentar Aller guten Dinge sind 3. Beim Update des Wave Sayonara nicht ganz. Waren die kleinen Veränderungen vom 1er zum 2er durchweg positiv ist die Meinung beim 3er geteilt. Positiv ist die Veränderung des Schaftaufbaus im Vorfußbereich. Dieser ist jetzt nochmal deutlich luftiger und flexibler als beim Vorgängermodell. Die neue Außensohle läuft sich zwar besser auf Feld-/Wald- und Wiesenwegen aber dafür geht etwas der Grip und das herausragende Laufgefühl der G3 Außensohle (v. a. auf Asphalt) verloren. In punkto Haltbarkeit hingegen wird die neue Außensohle auf jeden Fall punkten. Die 1 mm mehr Karbongummi rubbeln sich nicht so leicht runter. Dafür legt der Schuh aber in Referenzgröße US 9 immerhin um 20 g pro Schuh zu. Der Wave Sayonara ist in seiner 3. Auflage mehr ein leichter Trainingschuh als ein Lightweighttrainer. Auf der einen Seite bietet er durch die U4ic Zwischensohle und die Parallel Wave ausreichend Dämpfung ohne aber schwammig zu sein. Auf der anderen Seite beweist er das Sprengung nicht alles ist was ein direkteres Laufgefühl erzeugt. Er läuft sich trotz der normalen Sprengung von 10 mm, der minimal höheren Bauweise und der neuen Außensohlengeometrie immer noch relativ dynamisch. Dies liegt an der dank der Wave Platte eher festen Zwischensohle ohne separaten Dämpfungskissen. Läufer die anfällig für Achillessehnenprobleme sind dürfte die normale Sprengung auf jeden Fall zusagen. Die Torsionsfähigkeit ist trotz der auf der Innenseite bis ans Ende des Mittelfußbereichs verlängerten Wave Platte gut. Allerdings ist die Gesamtstabilität des Schuhs etwas niedriger als die des Vorgängermodells. Leichte Überpronierer sollten beim Probelaufen überprüfen lassen ob die Stabilität (noch) ausreicht. Das Design sollte bei einem Laufschuh zwar eine untergeordnete Rolle spielen aber mir persönlich hat die Optik des Sayonara 2 besser gefallen.

Leichte bis nicht zu schwere Läufer die eher neutral abrollen und einen leichten Alltagstrainingsschuh gerne auch fürs schnellere Training suchen werden im Wave Sayonara 3 fündig. Als Wettkampfschuh macht er am ehesten für längere Distanzen und/oder schwerere Läufer Sinn. Wer es direkter und flexibler mag findet mit den Modellen Wave Aero 14 (Testbericht s. unten) und dem Racer Wave Hitogami 2 mögliche Lösungen. Vergleichsmodell: Asics Gel DS Trainer 20 Neutral.

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Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Wave Aero 14 (Art.-Nr. J1GC153509)
Mizuno Wave Aero 14 Men Außenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Aero 14 Men Außensohle  (c) Mizuno
HINWEIS: Zum Vergrößern der Bilder auf das jeweilige Bild klicken.
Preis 130,- €
Gewicht 240 g (US 9), 274 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein Parallel Wave, U4ic Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 6 – 11
Herren
7 – 13, 14
Sprengung 10 mm (20:10 mm)
Passform für einen Lightweighttrainer / Wettkampfschuh eher weit geschnitten
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Mizuno Wave Aero 13. Folgende Neuerungen weist der Wave Aero 14 auf: Die Außen- und Zwischensohleneinheit wurden 1:1 aus dem Vorgängermodell übernommen. Der Schaft wurde komplett überarbeitet. Das Obermaterial ist jetzt weicher und die Passform noch handschuhartiger. Statt der 7 Ösen- kommt jetzt eine 8 Ösenschnürung (wie bei der 12. Auflage) zum Einsatz. Diese wird auch wieder breiter geführt als bei der 13. Auflage. Neues Design. Auf der Schuhinnenseite wird wie bei der 9. Auflage wieder der große Run Bird eingesetzt (beim Vorgänger war nur das Mizuno Logo ganz klein an der Ferse). Die Overlays sind jetzt tonig zum Mesh des Schafts. Preiserhöhung um 5,- €.
Besonderheiten Grenzgänger zwischen Lightweighttrainer und Wettkampfschuh mit sehr breitem Einsatzbereich.
Testbericht und Kommentar Der Wave Aero ist inzwischen in seiner 14. Auflage erhältlich. Die technischen Neuerungen beim aktuellen Update sind eher überschaubar. Die Außen- und Zwischensohleneinheit wurde nur farblich verändert aus der 13. Auflage übernommen. Lediglich der Schaft wurde stärker überarbeitet. Hier macht sich v. a. das neue Meshmaterial bemerkbar, dass weicher und anschmiegsamer ist als beim Vorgänger. Durch die handschuhartige Passform sitzt der Aero 14 perfekt am Fuß. Nichts stört oder reibt. Zudem ist das Obermaterial sehr dünn wodurch der Fuß auch ausreichend Belüftung bekommt. Besonders auffällig ist die optische Überarbeitung. Diese ist zwar nicht alles entscheidend aber wer will nicht auch einen schönen Schuh haben? Die gelungene Farbkombination in schwarz-gelb mit den tonigen, suedeartigen Overlays und v. a. dem großen Run Bird auf der Innenseite werten die Optik gegenüber dem Vorgänger deutlich auf.

Lauftechnisch bleibt alles beim Alten und das ist im Fall des Aero gut so. Die Bauhöhe ist mit 20:10 mm nicht super flach und die Sprengung mit 10 mm für einen Wettkampfschuh eher hoch. Trotz allem überzeugt der Grenzgänger zu den Lightweighttrainern aus der japanischen Laufschuhschmiede durch eine gelungene Kombination aus ausreichend Dämpfung gepaart mit überraschend viel Dynamik. Das macht sich dann gerade auf längeren Wettkampfdistanzen und/oder längeren, schnellen Trainingseinheiten positiv bemerkbar. Nicht nur spreizfußgeplagte Läufer werden es zu schätzen wissen, dass der Wave Aero 14 (wie bisher) ohne zusätzliche Dämpfungskissen in der Zwischensohle auskommt. Mizunotypisch gehört der Wave Aero 14 zu den eher fester gedämpften Laufschuhen und vermittelt ein gutes Gefühl für den Untergrund. Trotz der bis in den Mittelfußbereich ragenden Wave Platte weist der Aero 14 eine hohe Torsionsfähigkeit auf. Die guten Flexibilitätswerte im Vorfußbereich ermöglichen ein flüssiges Abrollen. Die Außensohle spielt ihre Stärken v. a. auf hartem (auch naßem) Untergrund aus. Im Gelände kommt sie schnell an ihre Grenzen. Im Vergleich zum Wave Sayonara ist der Wave Aero nicht nur wegen des niedrigeren Gewichts weniger Schuh. Er läuft sich auch spürbar direkter.

Leichte und mittelschwere Läufer, die eher neutral abrollen und einen Schuh für (schnelle, längere) Trainingseinheiten und längere Wettkämpfe auf festem Untergrund suchen und dabei ein gewisses Maß an Komfort haben wollen, sollten den Mizuno Wave Aero 14 unbedingt probieren. Für kürzere Wettkampfdistanzen gibt es bei Mizuno mit dem Wave Hitogami 2 einen direktern und leichtern Schuh im Sortiment. Vergleichsmodelle: Asics Gel DS Trainer 20 Neutral.

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Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der jeweilige Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.

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