Laufschuhtest Neutrallaufschuhe FS 2014

Folgendes Modell wurde in der Saison Frühjahr/Sommer 2014 bei den Neutrallaufschuhen getestet und ist im Laufschuhtest Neutrallaufschuhe FS 2014 zu finden:

Folgende Modelle wurden nicht bzw. lediglich farblich verändert und sind im Laufschuhtest Neutrallaufschuhe Herbst/Winter 2013 zu finden:

  • Brooks Ghost 6 (+ GTX)
  • Brooks Glycerin 11
  • Mizuno Wave Enigma 3
Legende:

OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt  geeignet; X = ungeeignet

 

Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Wave Rider 17 (Art.-Nr. J1GC140309)
Mizuno Wave Rider 17 Men  (c) Mizuno Mizuno Wave Rider 17 Men Außensohle  (c) Mizuno
HINWEIS: Zum Vergrößern der Bilder auf das jeweilige Bild klicken.
Preis 140,- €
Gewicht 250 g (US 9), 323 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß SR Touch Parallel Wave, keine separaten Dämpfungskissen im Vorfußbereich, Zwischensohle aus U4ic
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail O
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 5 – 12
Herren
7 – 13, 14, 15
Sprengung 12 mm (24:12 mm)
Passform Normal weit geschnitten. Geräumige Zehenbox. Der Schuh fällt eher groß aus (ggf. 1/2 Nummer kleiner nehmen).
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Mizuno Wave Rider 16. Folgende Neuerungen gibt es im Mizuno Wave Rider 17: Neue U4ic Zwischensohle die dazu führt das der Schuh nochmal 30 g leichter wird und lediglich 250 g in Referenzgröße US 9 wiegt. Die Parallel Wave Platte ist etwas flacher (weniger stark „gewellt“) als beim Vorgängermodell. Auch wenn der Aufbau mit 24:12 mm wie beim Vorgängermodell angegeben wird wirkt der Rider 17 weniger hoch aufgebaut als der 16er. Der Spitzenhub im Vorfußbereich wurde sichtbar reduziert. Im Vorfußbereich kommt eine neue Karbongummimischung zum Einsatz die etwas weicher ist und den Komfort erhöhen soll. Die Außensohle ist auf der Schuhaußenseite stärker abgerundet. Das Crash Pad im Rückfußbereich ist mehr zur Außenseite hin verschoben und schräger angesetzt. Beides soll die Abrollbewegung sanfter einleiten und die Pronationsgeschwindigkeit reduzieren helfen. Im Schaft wurden nochmals Nähte reduziert und die Synthetikoverlays statt dessen aufgeklebt. Minimal weiter geschnittener Vorfußbereich als beim Vorgänger? Das weichere Material auf der Oberseite der Einlegesohle verbessert das „first fit“. Neues, eher reduziertes Design.
Besonderheiten Meistverkauftes und beliebtestes Mizuno Modell in Deutschland. Keine separate Vorfußdämpfung, d.h. einheitlich fester Vorfußbereich und damit für spreizfußgeplagte Läufer besonders zu empfehlen. Für Damen und Herren jeweils in zwei Farbstellungen erhältlich.
Testbericht und Kommentar Der Wave Rider ist seit Jahren das erfolgreichste und beliebteste Modell der japanischen Marke Mizuno. Da ist die Gefahr von Verschlimmbesserungen bei Updates groß. Für die 17. Auflage hat Mizuno aber fast alles richtig gemacht. Der Rider 17 läuft sich dynamischer, flexibler und rollt besser und flüssiger ab als sein Vorgänger. Die Umbauten in der Außen- und Zwischensohle machen sich hier positiv bemerkbar. Mit nur 250 g in Referenzgröße US 9 setzt Mizuno wieder einen Benchmark was das Gewicht bei normalen Trainingsschuhen betrifft. So leicht ist kein vergleichbares Modell der Mitbewerber. Die erhebliche Gewichtsreduktion wird durch den Einsatz der neuen U4ic Zwischensohle erreicht. Dadurch bedingte, anfängliche Bedenken in punkto geringere Haltbarkeit oder Einbußen beim Komfort bestätigten sich bisher nicht. Der Zwischensohlenaufbau wird mit 24:12 mm und 12 mm Sprengung von Mizuno genauso hoch wie beim Vorgänger angegeben. Er sieht aber optisch flacher aufgebaut aus und fühlt sich auch so an. Hier liegt trotzdem eines der Verbesserungspotentiale. Mit 2 – 3 mm weniger Sprengung würde der Laufspaß weiter steigen. Flexibilität hat er. Dynamik bietet er. Aber etwas direkter könnte er definitiv sein. Trotz allem ist der Rider nach wie vor kein „Sofa“. Die Dämpfung ist durch die in die Zwischensohle integrierte Waveplatte eher von der strafferen Sorte. Positiv zu erwähnen ist noch die Reduzierung des Spitzenhubs und der Verzicht auf ein zusätzliches Vorfußdämpfungskissen. Beides biomechanisch sinnvolle Entscheidungen. Wie sein Vorgänger ist der Rider 17 durch die feste Wave Platte im Mittelfußbereich nur eingeschränkt torsionsfreudig bietet dadurch aber ein gewisses Maß an Stabilität. Der Mizuno Wave Rider 17 ist in Summe ein überaus gelungenes Update und optimiert den bisherigen Spagat zwischen Dämpfung und Stabilität auf der einen und Dynamik und Flexibilität auf der anderen Seite.

Leichte bis mittelschwere Läufer mit relativ neutralem Abrollverhalten die einen für seine Klasse dynamischen und trotzdem komfortablen Schuh fürs tägliche Training vornehmlich auf hartem Untergrund suchen werden beim Mizuno Wave Rider 17 fündig. Schwere Läufer auf der Suche nach einem Trainingsschuh greifen bei Mizuno besser zum Wave Ultima 5. Trotzdem ist der Wave Rider 17 für schwerere Läufer mit neutralem Abrollverhalten als Wettkampfschuh für längere Distanzen durchaus eine Option. Vergleichsmodelle: Brooks Ghost 6.

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Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der jeweilige Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.

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