Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe FS 2015

Folgende Modelle wurden in der Saison Frühjahr/Sommer 2015 bei den Lightweighttrainern Wettkampfschuhen getestet und sind im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe FS 2015 zu finden:

  • Brooks Launch 2 (Lightweighttrainer)
  • Mizuno Wave Hitogami 2 (Wettkampfschuh)
  • Mizuno Wave Aero 13 (Wettkampfschuh)

Folgendes Modell wurde nicht bzw. lediglich farblich verändert und ist im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe Herbst/Winter 2014 zu finden:

  • Mizuno Wave Sayonara 2 (Lightweighttrainer)

Folgendes Modell wurde nicht bzw. lediglich farblich verändert und ist im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe Frühjahr/Sommer 2011 zu finden:

  • Brooks Racer ST 5 (Wettkampfschuh)
Legende:OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt  geeignet; X = ungeeignet

 

Hersteller und Name des Schuhs Brooks Launch 2 (Art.-Nr. 110188 1D 702)
Brooks Launch 2 Men Außenseite  (c) Brooks Brooks Launch 2 Men Innenseite  (c) Brooks Brooks Launch 2 Men Außensohle  (c) Brooks
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Preis 110,- €
Gewicht 278 g (US 9), 341 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer X
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein BioMoGo DNA Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 6 – 12
Herren
8 – 15
Sprengung 10 mm (27:17 mm)
Passform Normal weit geschnitten mit relativ flacher Zehenbox.
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Brooks Launch. Folgende Neuerungen weist der Launch 2 auf: Komplett überarbeiteter Schaft mit deutlich weniger Nähten durch das Aufkleben vieler Overlays. Der Schaft des Brooks Launch 2 hat ein offenporigeres, atmungsaktiveres und weicheres Mesh als der Vorgänger. Im Launch 2 kommen flache statt runde Schnürsenkel zum Einsatz. Diese gehen weniger leicht auf. Weichere Auskleidung des Schafts auf der Innenseite. Stärkere Polsterung im Rückfußbereich auf der Schuhinnenseite. Neue Zwischensohle die jetzt aus dem neueren BioMoGo DNA Material besteht und komplett auf Dämpfungskissen (der Launch hatte noch Hydroflow als Kissen im Rückfußbereich) verzichtet. In der überarbeiteten Außensohle kommt an der Schuhspitze die Power Toe Off Technologie zum Einsatz (festeres Karbongummi in der Außensohle an der Schuhspitze unterhalb des Großzehs), die einen besseren Abstoß unterstützen soll. Der Launch 2 wiegt 14 g mehr als sein Vorgänger. Neues Design.
Besonderheiten Grenzgänger zwischen Lightweighttrainer und Neutrallaufschuh mit tollem Preis-Leistungsverhältnis.
Testbericht und Kommentar Schwerer Lightweighttrainer oder leichter Neutrallaufschuh? Das ist beim Brooks Launch 2 die Frage. Der Schuh der seit 2009 auf dem Markt war, wurde für die Saison FS 2015 zum ersten Mal seit 6 Jahren auch technisch überarbeitet. Davor gab es tatsächlich nur Farbupdates!

Mit 278 g in Referenzgröße US 9 wiegt er nicht nur mehr als sein Vorgänger sondern auch mehr als viele leichte Neutrallaufschuhe. Dafür läuft er sich aber durch die tiefen Flexkerben im Vorfußbereich, den Verzicht auf eine Mittelfußbrücke und der nicht zu hohen Bauweise ohne zusätzlichen Dämpfungselementen angenehm dynamisch. Mit guter Torsionsfähigkeit im Mittelfußbereich und perfekter Flexibilität im Vorfußbereich ausgestattet, verfügt der Launch über tolle Abrolleigenschaften. Rein optisch und vom Aufbau wirkt der Schuh „härter“ als er sich läuft. Die Dämpfung des Brooks Launch 2 ist zwar subjektiv etwas fester als beim Vorgängermodell aber sie gehört nach wie vor zur weicheren Sorte. Sehr komfortabel ist die Passform. Das „first fit“ ist herausragend und der Schaft sitzt perfekt am Fuß. Hier wurde die 2. Auflage gegenüber der ersten Version deutlich aufgewertet. Bedenken bezüglich einem Verrutschen der Zunge beim Laufen durch die sehr kleine Halteschlaufe bestätigten sich nicht. Sie erfüllt zuverlässig ihren Dienst. Bei der Anprobe sollte darauf geachtet werden, dass die relativ flache Zehenbox in der Höhe ausreichend Platz bietet. Seine Stärken spielt der Launch 2 v. a. auf festem Untergrund wie Asphalt, Straße und befestigten Wegen aus. Auf losem, schlammigen, naßen Untergrund kommt er schnell an seine Grenzen. Trotz aller Überarbeitung hat der Laufschuhbauer aus Seattle die UVP des Launch nicht erhöht und erhält damit das gute Preis-Leistungsverhältnis. Auch wenn es zweitrangig ist, sei noch erwähnt, dass der Look des Launch 2 gegenüber dem Vorgänger deutlich aufgewertet und verbessert worden.

Leichte bis mittelschwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und ggf. nicht zu starke Supinierer (für diese gibt es bei Brooks geeignetere Modelle) die einen vielseitigen Wettkampfschuh für längere Distanzen und schnelle (längere) Trainingseinheiten suchen sollten den Launch 2 probieren. Vergleichsmodelle: Asics Gel DS Trainer 19 Neutral, Nike Zoom Elite 7.

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Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Wave Hitogami 2 (Art.-Nr. J1GA158010)
Mizuno Wave Hitogami 2 Men Aussenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Hitogami 2 Men Innenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Hitogami 2 Men Aussensohle  (c) Mizuno
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Preis 115,- €
Gewicht 220 g (US 9), 266 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OOO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß Wave Techn. Parallel Wave, U4ic Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 6 – 11
Herren
7 – 13
Sprengung 9 mm (17:8 mm)
Passform Für einen Wettkampfschuh eher weit geschnitten, geräumige Zehenbox.
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Mizuno Wave Hitogami. Folgende Neuerungen weist der Wave Hitogami 2 auf: Der Schaft wurde neu gestaltet und wirkt im Mittel- und Vorfußbereich etwas kompakter. Beim Wave Hitogami 2 wurden die Overlays aufgenäht und nicht wie beim Vorgängermodell aufgeklebt. Dadurch hat der Schuh v. a. im Mittelfußbereich etwas mehr Nähte. Statt der runden Schnürsenkel kommen jetzt flacher Schnürsenkel zum Einsatz (diese gehen weniger leicht auf). Neue, hochwertigere Einlegesohle die etwas mehr Komfort vermitteln soll. Neues Design. Die Außen- und Zwischensohle wurden unverändert aus der 1. Auflage übernommen.
Besonderheiten Wettkampfschuh mit breitem Einsatzspektrum.
Testbericht und Kommentar Schon die erste Auflage des Wave Hitogami ließ viele Läufer die Vorgänger Wave Musha und Wave Ronin vergessen. Die Runners World verlieh der ersten Auflage die Auszeichnung „Best Debut“, die an die beste Neuvorstellung vergeben wird. Von daher war die Herausforderung beim Update einfach: Nur nicht zu viel ändern!

Daran haben sich die Japaner gehalten. Herausgekommen ist ein „kosmetisches“ Update. Die Außen- und Zwischensohleneinheit wurde 1:1 aus der 1. Auflage übernommen. Hier hätte der Schuh zwar auch 2 – 3 mm weniger Sprengung vertragen aber konsumiger ist er definitiv mit den 9 mm. Die Gesamtbauhöhe ist hingegen mit 17:8 mm flach gehalten und vermittelt ein bodennahes, direktes Laufgefühl. Weil auch die Torsionsfähigkeit und die Flexibilität stark ausgeprägt sind, läuft sich der Schuh dynamischer als manch ein Racer mit niedrigerer Sprengung. Hier zeigt sich mal wieder das die Sprengung eben nur ein und nicht DAS Maß ist. Trotz allem ist er dank Parallel Wave und U4ic Zwischensohle für einen Wettkampfschuh überraschend komfortabel. Überhaupt vereint der Wave Hitogami eine gute Mischung aus Leichtigkeit, direktem Abrollverhalten und ausreichend Dämpfung. Die Dämpfung ist aber eher fest und definitiv von der strafferen Sorte. Weich ist der Hitogami nicht. Dafür unterstützt er einen guten Abdruck.

Änderungen gibt es nur am Schaft. Die Passform wurde minimal verändert. Vielleicht sitzt der Schuh im Mittel- und Vorfußbereich etwas fester / kompakter. Gefühlt ist die Zehenbox etwas weniger geräumig. Das der Schaft bei der 2. Auflage mehr Nähte hat, stört zumindest diejenigen die nicht barfuss im Schuh laufen, nicht. Waren die Synthetikoverlays bei der 1. Auflage fast alle aufgeklebt, wurden diese bei der 2. Auflage ganz klassisch aufgenäht. Eine Rückbesinnung gibt es auch bei den Schnürsenkeln. Wie zuvor bei den Mizuno Wettkampfschuhen gewohnt hat der Wave Hitogami 2 wieder flache Schnürsenkel. Diese gehen einfach weniger leicht auf. Danke Mizuno! Bei der Anprobe sollte darauf geachtet werden, dass der 2er etwas kleiner als der Vorgänger ausfällt. Trotz allem fällt er verglichen zu Modellen anderer Marken nicht klein aus.

Leichte bis mittelschwere, ambitionierte und schnellere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und Supinierer die einen vielseitigen Wettkampfschuh für Distanzen bis zum Marathon oder einen Trainingsschuh für schnelle Einheiten suchen sind seine Zielgruppe. Für die breite Masse ist er eher der Wettkampfschuh für kürzere Strecken (maximal bis Halbmarathon). Auch auf der Bahn ist er durchaus eine laufbare Alternative. Vergleichsmodelle: Asics Gel Hyperspeed 6, New Balance MR1400 V2.

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Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Wave Aero 13 (Art.-Nr. 1JGC145762)
Mizuno Wave Aero 13 Men Außenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Aero 13 Men Innenseite  (c) Mizuno Mizuno Wave Aero 13 Men Außensohle  (c) Mizuno
HINWEIS: Zum Vergrößern der Bilder auf das jeweilige Bild klicken.
Preis 125,- €
Gewicht 235 g (US 9), 274 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein Parallel Wave, U4ic Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 5 – 11
Herren
7 – 13, 14
Sprengung 10 mm (20:10 mm)
Passform für einen Lightweighttrainer / Wettkampfschuh eher weit geschnitten
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Mizuno Wave Aero 12. Folgende Neuerungen weist der Mizuno Wave Aero 13 auf: Komplette Überarbeitung des Vorgängers. Statt der AP+ Zwischensohle kommt jetzt die neue U4ic Zwischensohle zum Einsatz (leichter bei vergleichbaren Dämpfungseigenschaften). Die Wave Platte wird wieder unter dem kompletten Rückfuß geführt und wurde auf der Schuhaußenseite etwas kürzer gehalten (nur bis in den Mittelfuß). Des weitern wirkt sie fester / stabiler als beim Vorgänger. Komplett überarbeitete Außensohle. Die Außensohle wurde sowohl im Rück- als auch im Vorfußbereich stärker segmentiert. Im Rückfußbereich kommen an Stelle der bisherigen 4 Pads jetzt 6 Karbongummipads zum Einsatz. Im Vorfußbereich wurden die 5 durch tiefe, durchgehende Flexkerben getrennten Pads durch 10 mehr oder weniger stark durch Flexkerben getrennte Pads ersetzt. Dadurch wird die Flexibilität erhöht. Überarbeiteter Schaft. Die Synthetikoverlays im seitlichen Vorfußbereich wurden wieder nach außen verlegt. Dadurch wirkt der Schuh dort etwas schmaler. Die 8 Loch Schnürung wurde gegen eine 7 Lochschnürung ausgetauscht, die zudem schmaler (Schaftaußen- zur Schaftinnenseite) geführt wird. Geringeres Gewicht. Neues Design.
Besonderheiten Grenzgänger zwischen Lightweighttrainer und Wettkampfschuh mit sehr breitem Einsatzbereich.
Testbericht und Kommentar Seit letztem Jahr haben die Japaner den Wave Aero auch in Europa wieder in die turnusmäßige, jährliche Überarbeitung genommen. Inzwischen ist er in seiner 13. Auflage erhältlich. Die Überarbeitung ist wie auch beim Vorgänger wieder umfangreicher. Wie die meisten Mizuno Schuhe hat der Aero 13 die neue, leichtere U4ic Zwischensohle bekommen. In Größe US 13 macht das dann immerhin rund 60 g weniger pro Schuh! Das ist dem guten, flüssigen Laufgefühl weiter zuträglich. Mit 10 mm behält der Aero die eher hohe Sprengung. 2 – 4 mm weniger würden helfen den Laufspaß weiter zu steigern. Trotz allem ist der Aero ein Schuh der beweist, dass die Sprengung alleine kein Maß dafür ist wie direkt und dynamisch sich ein Schuh läuft. Gerade in diesen Punkten überrascht er positiv trotz des für einen Wettkampfschuh hohen Komforts. Dank der Wave Platte, dem Verzicht auf zusätzliche Dämpfungskissen und die insgesamt nicht übermässig hohe Bauweise gehört der Aero zu den straffer gedämpften Schuhen. Die gelungene Mischung aus ausreichend Dämpfung, niedrigem Gewicht und nicht zu aggressivem Aufbau macht ihn zu einem geeigneten Wettkampfschuh für längere Distanzen. Zudem ist er dadurch auch ein geeigneter Übergangsschuh für Läufer die sich an leichtere Laufschuhe herantasten wollen. Seine Stärken spielt der Aero v. a. auf festem Untergrund aus. Auch mit Nässe kommt die Außensohle gut zurecht. Grenzen erreicht der Schuh auf losem Untergrund. Zwar spielt die Optik eine untergeordnete Rolle (oder sollte sie zumindest) aber von der gelungenen Farbkombination gelb-rot mal abgesehen ist der Aero vom Design her schwach. Die Gestaltung des Schafts mit den suedeartigen Overlays, vielen Nähten, mehreren Mesharten und v. a. der Verwendung eines nur sehr kleinen Run Birds auf der Innenseite lassen den Schuh in punkto Design und Aktualität verlieren.

Leichte und mittelschwere Läufer mit relativ neutralem Abrollverhalten die einen Schuh für (schnelle, längere) Trainingseinheiten und längere Wettkämpfe auf festem Untergrund suchen und trotzdem ein gewisses Maß an Komfort haben wollen, sollten den Mizuno Wave Aero 13 probieren. Für kürzere Wettkampfdistanzen gibt es bei Mizuno mit dem Wave Hitogami 2 einen direktern und leichtern Schuh im Programm. Vergleichsmodelle: Asics Gel DS Trainer 18 Neutral, Brooks Launch 2.

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Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.

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