Laufschuhtest Neutrallaufschuhe HW 2014

Folgende Modelle wurden in der Saison Herbst/Winter 2014 bei den Neutrallaufschuhen getestet und sind im Laufschuhtest Neutrallaufschuhe HW 2014 zu finden:

Folgendes Modell wurde nicht bzw. lediglich farblich verändert und ist im Laufschuhtest Neutrallaufschuhe Frühjahr/Sommer 2014 zu finden:

  • Mizuno Wave Rider 17
Legende:OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt  geeignet; X = ungeeignet

 

Hersteller und Name des Schuhs Brooks Glycerin 12 (Art.-Nr. 1101671D034)
Brooks Glycerin 12 Men  (c) Brooks Brooks Glycerin 12 Men  (c) Brooks Brooks Glycerin 12 Men Sohle  (c) Brooks
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Preis 160,- €
Gewicht 312 g (US 9), 378 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig OOO
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer OO
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein keine separaten Dämpfungskissen, Zwischensohle aus Super BioMogo DNA
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail O
verschiedene Weiten erhältlich ja 2 bzw. 3
Damen 2A (= schmal), B (= normal); Herren B (= schmal), D (= normal), 2E (= breit)
erhältliche Größen (US) Damen 5 – 12
Herren
7 – 13, 14, 15
Sprengung 10 mm (29:19 mm)
Passform Normal weit geschnitten mit schmalerer Fersenpartie.
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Brooks Glycerin 11. Folgende Neuerungen weist der Glycerin 12 auf: Neue Zwischensohle aus Super BioMogo DNA die 20 % mehr adaptive Dämpfung als das Vorgängermaterial BioMogo DNA bieten soll. Ideal Pressure Zones optimieren die Druckverteilung von der Ferse bis zum Vorderfuß. Die Außensohle ist in 3 unterschiedlich farbige „Einheiten“ aufgeteilt die den Druck möglichst optimal verteilen sollen. Ein besserer Tragekomfort soll durch die überarbeitete Passform (3D Fit Print Technologie), den neuen Schaft mit wenig Nähten und aufgeklebten Synthetikoverlays sowie den neuen Mittelfußsattel erreicht werden. Aus der Pure Serie wurde die Ideal Heel Technologie übernommen. Die Fersenpartie ist hierbei stärker abgerundet und zudem flacher was den ersten Kontaktpunkt beim Aufsetzen über den Rückfuß näher unter die Ferse bringt. Etwas weniger Gewicht (rund – 10 g in Größe US 9). Neues Design.
Besonderheiten Der neutrale Komfortschuh mit sehr starker Dämpfung im Brooks Sortiment. Der Brooks Glycerin 12 ist für Damen und Herren jeweils in 4 Farbstellungen erhältlich.
Testbericht und Kommentar Der Glycerin von Brooks ist bereits in seiner 12. Auflage erhältlich. In diesen 12 Jahren hat er sich vom relativ dynamischen Neutrallaufschuh zum Top Komfortschuh im Brookssortiment entwickelt. Genau an dieser Stelle setzt der Laufschuhbauer aus Seattle auch in der aktuellen Auflage an. Die neue Super BioMogo DNA Zwischensohle bietet eine starke und eher weiche Dämpfung. Auch die Sprengung liegt mit 10 mm auf dem neuen, ohne Problemen laufbaren Standart. Die eher kosmetischen Veränderungen am Schaft wie die 3D Fit Print Technologie oder aber auch der neue, stretchige Mittelfußsattel in Kombination mit dem Strumpfschaft zahlen auf die Passform ein. Der Glycerin 12 bietet ein herausragendes „first fit“ und eine hausschuhartige „Kuschelpassform“. Der Fuß wirkt perfekt umschlossen ohne das Bewegungsfreiheit fehlen würde. Der Schnitt ist im Gegensatz zum Vorgänger im Rückfuß etwas schmaler und im Vorfußbereich etwas weiter gehalten. Meiner Meinung nach kommen Fans des 11er auch mit dem 12er zurecht. Kleiner Wehrmutstropfen: Die Torsionsfähigkeit und die Flexibilität wirken durch die neue Segmentierung (Ideal Pressure Zones) etwas schwächer als beim Vorgängermodell. Dadurch ist er vom Gesamtaufbau etwas stabiler als sein Vorgänger. Das Profil ist ein typisches Straßenprofil, das für die normalen Feld-Wald-Wiesenwege ausreicht, so lange diese nicht mit Pfützen und Schlamm übersäht sind. Trotz der leichten Gewichtsreduktion liegt der Glycerin mit 312 g in Referenzgröße US 9 im Mittelfeld der Mitbewerber in seiner Kategorie.

Läufer die einen stark gedämpften Schuh suchen und viel Wert auf Komfort legen werden hier fündig. Diese beiden Punkte sind beim Glycerin 12 maximal ausgeprägt. Wer Dynamik und Bodennähe sucht sollte sich bei Brooks besser innerhalb der Pure Serie umschauen (Pure Flow 3 oder Pure Connect 3). Mittelschwere bis schwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und Supinierer die einem bequemen Laufschuh für viele Kilometer und längere Läufe vornehmlich auf hartem Untergrund suchen sind seine Hauptzielgruppe. Eine mögliche, preiswertere Alternative für leichte bis mittelschwere Läufer im Brooks Sortiment ist der flexiblere nicht so stark gedämpfte Ghost. Vergleichsmodelle: Saucony Triumph 11.

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Hersteller und Name des Schuhs Brooks Ghost 7 (Art.-Nr. 1101681D959)
Brooks Ghost 7 Men  (c) Brooks Brooks Ghost 7 Men  (c) Brooks Brooks Ghost 7 Men Sohle  (c) Brooks
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Preis 130,- €
Gewicht 293 g (US 9), 352 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig OO
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OOOO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein keine separaten Dämpfungskissen, Zwischensohle aus BioMogo DNA
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail O
verschiedene Weiten erhältlich ja 1 bzw. 2
Damen B (= normal); Herren B (= schmal), D (= normal)
erhältliche Größen (US) Damen 5 – 12
Herren
7 – 13, 14, 15
Sprengung 12 mm (29:17 mm)
Passform Normal weit geschnitten mit schmalerer Fersenpartie.
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Brooks Ghost 6. Folgende Neuerungen weist der Ghost 7 auf: Neue Zwischensohle die jetzt komplett aus BioMogo DNA besteht und keine separaten Dämpfungskissen mehr hat. Die Außensohle wurde nur kosmetisch verändert und lediglich die Karbongummibesätze im Design etwas modifiziert. Die Hauptneuerung neben der Zwischensohle betrifft den Schaft. Dieser wurde weiter optimiert. Abermals wurden Nähte an den Synthetikoverlays reduziert und diese durch aufgeklebte Synthetikoverlays ersetzt. Das ist jetzt auch im kompletten Mittelfußbereich der Fall. Neue Schnürung mit 7 Ösen an Stelle der 5 Ösen 2 Schlaufenschnürung. Rund 10 g weniger Gewicht in Referenzgröße US 9. Neues Design.
Besonderheiten Einer der Geheimtipps für Supinierer. Der Brooks Ghost 7 ist für Damen und Herren jeweils in 3 Farbstellungen und 2 unterschiedlichen Meshvarianten erhältlich.
Testbericht und Kommentar Fans des Ghost 6 können aufatmen. Beim Update auf den Ghost 7 ist Brooks seiner Linie der schrittweisen, kleinen Veränderungen treu geblieben. Bewährtes wurde beibehalten und Kleinigkeiten wurden optimiert. Gut so! 2 wesentliche Neuerungen weist die 7. Auflage des Ghost auf. Zum einen wurden die DNA Dämpfungskissen in der Zwischensohle durch eine durchgängige BioMogo DNA Zwischensohle ersetzt. Dadurch ist die komplette Zwischensohle einheitlich fest was nicht nur spreizfußgeplagte Läufer (Stichwort Hängematteneffekt) freuen wird. Netter Nebeneffekt ist eine minimale Gewichtsersparnis von rund 10 g in Referenzgröße US 9. Damit folgt der Ghost 7 seinen Mitbewerbern und liegt ebenfalls unter 300 g. Zum anderen wurden im Schaft nochmals mehr Overlays aufgeklebt an Stelle sie wie bisher aufzunähen. Dadurch wurden im Mittelfußbereich fast alle Nähte entfernt. Die Dämpfung fühlt sich etwas weicher an als beim Vorgängermodell ohne aber schwammig zu wirken. Der Ghost 7 rollt trotz des optisch hohen Aufbaus und der nach wie vor „old school“ Sprengung von 12 mm soft aber trotzdem überraschend dynamisch ab. Das liegt sicher auch an den guten Werten bei Torsionsfähigkeit und Flexibilität die durch den Verzicht auf eine Mittelfußbrücke und die tiefen Flexkerben erreicht werden. Gerade hier punktet der Ghost gegenüber vielen seiner Konkurrenten. Trotz allem würde eine Reduzierung der Sprengung am besten mit Verringerung der Gesamtbauhöhe im Rückfußbereich um 2 – 4 mm dem Ghost nicht schaden. Bei der Anprobe sollten v. a. an der Achillessehne empfindliche Läufer auf den Sitz der Fersenkappe achten da diese relativ weit oben abschließt.

Leichte bis nicht zu schwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten die einen Laufschuh fürs tägliche Training besonders auf hartem Untergrund und gerne auch für längere Distanzen suchen sollten den Ghost 7 probieren. Schwerere, weniger ambitioniertere Läufer könnten sich den Ghost als Wettkampfschuh anschauen. Für Supinierer v. a. mit oben genannten Ansprüchen ist und bleibt der Ghost einer der Geheimtipps am Markt. Vergleichsmodelle: Mizuno Wave Rider 17, Saucony Ride 7.

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Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der jeweilige Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.

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