Laufschuhtest Brooks Cascadia 12

Weiter geht es im Laufschuhkauf.de Laufschuhtest FS 2017 mit dem Geländelaufschuh / Trailschuh Brooks Cascadia 12.

Brooks Cascadia 12 Men Außenseite (c) Brooks Brooks Cascadia 12 Men Innenseite (c) Brooks Brooks Cascadia 12 Men Außensohle (c) Brooks

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Das schreibt Brooks zu seinem Trailschuhklassiker

„Unser vielfältigster, heißgeliebter Trailschuh ist jetzt noch besser. Wir haben das Stabilitätssystem verfeinert – jetzt ist er noch flexibler, was auf dem Trail für mehr Geschmeidigkeit sorgt. Auf die Dämpfung und den Schutz, die du am Cascadia so liebst, musst du trotzdem nicht verzichten.“

Doch schauen wir genauer ins Detail was der Brooks Cascadia 12 kann. Was nicht. Wie er sich beim Laufen bewährt und für wen er geeignet ist.

Zahlen, Daten, Fakten zum Brooks Cascadia 12

  • Artikelnummer: 110243 1D 698
  • Preis: 140,- €
  • Kategorie: Trail- / Geländelaufschuhe
  • Geschlecht: Als Damen- und Herrenmodell erhältlich.
  • erhältliche Größen (US): Damen 5 – 11, 12, Herren 7 – 13, 14, 15
  • verschiedene Weiten erhältlich: nein
  • Gewicht: 343 g (US 9), 408 g (US 13)
  • Sprengung: 10 mm
  • Bauhöhe: 27:17 mm
  • Leisten: gebogen
  • Zwischensohle: BioMoGo DNA LT Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen im Vor- und Rückfußbereich
  • Pronationsstütze: nein
  • Passform: normal weit bis etwas weiter geschnitten
  • Vergleichsmodelle anderer Marken: Asics Gel Fuji Trabuco 5, Saucony Xodus ISO
  • Sonstiges: Arbeitstier fürs Gelände. Ballistic Rock Shield (BRS): Eine Schicht aus Textil zwischen Außen- und Zwischensohle verteilt punktuelle Belastungen die durch kleine Unebenheiten wie z.B. Steine entstehen auf eine größere Fläche und verbessert damit den Laufkomfort. Für Damen und Herren jeweils in 2 Farbvarianten erhältlich. Des weiteren seit letztem Herbst auch als wind- und wasserdichte Goretex-Variante erhältlich. Hier allerdings erst in der 11. Auflage. Die Passform ist aber eine gänzlich andere. Das sollte beachtet werden! Das Update auf die 12. Auflage folgt im August 2017.

Änderungen zum Vorgängermodell

Nachfolger des Brooks Cascadia 11. Folgende Neuerungen weist der Brooks Cascadia 12 auf: Aufwendigeres Update der 11. Auflage. Die Passform ist jetzt breiter als die des Vorgängers. Insbesondere im Vorfuß läuft der Schuh nicht mehr so spitz zu. Neue Anordnung der Synthetikoverlays die nach wie vor alle geklebt und nicht genäht sind. Der Mittelfußstattel ist wieder stärker ausgeprägt. Statt einer 5 Ösen 1 Schlaufenschnürung (Innenseite 4 Ösen 2 Schlaufen) kommt jetzt eine 7 Ösenschnürung (mit 5 Ösen und 2 Schlaufen auf der Innenseite) zum Einsatz. Die Zunge hat jetzt wieder eine Halteschlaufe die ein Verrutschen der Zunge während des Laufens verhindern soll. Der Zehenschutz ist etwas stabiler. Das Pivot Post System wurde überarbeitet. Die 4 unabhängig voneinander arbeitenden Elemente sind jetzt größer als beim Vorgänger. Komplett neu ist auch die Außensohle. Das Profil ist jetzt gröber und mit mehr Stollenelementen ausgestattet. Durch die neue Geometrie ist er auch etwas stabiler und torsionssteifer. Neues Design. Minimal höheres Gewicht (+ 7 g in US 9).

Testbericht und Kommentar

Der Cascadia ist dieses Frühjahr bereits in seiner 12. Auflage erhältlich und aus dem Brooks Trailschuhsortiment nicht mehr wegzudenken. Während die neueren Geländemodelle des Laufschuhbauers aus Seattle alle eher Nischen besetzen ist und bleibt der Brooks Cascadia 12 so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau. Soll heißen er ist vielseitig und deckt eine breite Zielgruppe ab. Werden die Ansprüche sehr speziell kommt er an Grenzen.

Das aktuelle Update hat seine Eignung für technischere Wege nicht nur durch eine Verbesserung des Grips sondern auch durch den direkter wirkenden Gesamtaufbau gesteigert. Die Außensohle hat jetzt ein gröberes Profil mit mehr Stollenelementen. Zudem ist die Gummimischung weicher was den Grip gerade auf nassem Untergrund erhöht. Das war beim Vorgänger immer noch ein Problem gewesen. Trotz unveränderter Bauhöhe von 27:17 mm und 10 mm Sprengung wirkt der Brooks Cascadia 12 agiler und direkter als sein Vorläufer. Der Fokus bleibt aber auf Komfort, Schutz und Dämpfung und nicht auf Geschwindigkeit.

Sehr angenehm: Die Passform des Cascadia ist jetzt wieder breiter als beim Vorgänger. Insbesondere die Zehenbox ist deutlich geräumiger und läuft nicht mehr so spitz zu wie beim Vorjahresmodell. Das sollte bei der Anprobe beachtet werden. Läufer mit eher schmaleren Füßen werden u. U. zu wenig Halt finden. Die unverbindliche Verkaufspreisempfehlung bleibt wie schon die Saisons zuvor bei 140,- € und damit im mittleren Preissegment. Wünschenswert wäre für die nächste Auflage noch eine Schnürsenkelgarage und etwas weniger Gewicht. Brooks beweist mit dem Caldera das es geht.

Zielgruppe

Nicht zu leichte bis nicht zu schwere Läufer die einen neutral aufgebauten und/oder für Supinierer geeigneten, komfortablen Trailschuh für das (längere) Laufen abseits befestigter Wege suchen sollten den Brooks Cascadia 12 probieren. Läufer die weniger Schuh bevorzugen werden im Brooks Sortiment bei den agileren Modellen Mazama und Pure Grit 5 fündig.

Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig OO
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer / Supinierer OOO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OO
Feld / Wald OOOO
Trail OOO
Legende: OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt geeignet; X = ungeeignet

Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.


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