Laufschuhtest Fusstrainer HW 2013

Folgende Modelle wurden in der Saison Herbst/Winter 2013 bei den Fusstrainern / Natural Running Schuhen getestet und sind im Laufschuhtest Fusstrainer HW 2013 zu finden:

Folgende Modelle wurden nicht bzw. lediglich farblich verändert und sind im Laufschuhtest Fusstrainer Frühjahr/Sommer 2013 zu finden:

  • Brooks Pure Drift
  • Brooks Pure Flow 2
  • Brooks Pure Cadence 2
  • Brooks Pure Grit 2
  • INOV8 Bare-X Lite-150
Legende:

OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt  geeignet; X = ungeeignet

 

Hersteller und Name des Schuhs Brooks Pure Connect 2
Brooks Pure Connect 2 Men  (c) Brooks  Brooks Pure Connect 2 Men  (c) Brooks  Brooks Pure Connect 2 Men Sohle  (c) Brooks
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Preis 100,- €  
Gewicht 203 g (US 9), 250 g (US 13)  
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO  
normalgewichtig OOO
schwergewichtig X
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO  
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein Zwischensohle aus BioMogo DNA, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja  
gerade  
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO  
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 5 – 12
Herren
7 – 13, 14
Passform eher schmal geschnitten
Änderungen zum Vorgängermodell Durchläufer aus der Frühjahr-/Sommersaison mit Farbupdate. Nachfolger des Brooks Pure Connect. Folgende Neuerungen gibt es im Brooks Pure Connect 2: Komplett neuer Schaft. An Stelle der geraden 6-Loch-Schnürung kommt jetzt eine asymetrische 3-Schlaufen-2-Loch-Schnürung zum Einsatz. Die Zunge ist auf der Außenseite mit dem Schaft verbunden (angenäht) und nur zur Innenseite hin “frei” (= halber Strumpfschaft). Das NAV Band (= elastisches Halteband das quer über den Fuß läuft) setzt beidseits an der Zwischensohle im Mittelfußbereich an. Das NAV Band ist jetzt in 2 durchgehende Bänder à 0,8 cm geteilt (vorher war in der Mitte der beiden Bänder, direkt auf dem Spann ein festes zusammenhängendes Stück NAV Band). Die Zunge ist stärker gepolstert (dicker) als beim Connect 1. Die kleinen Haltebänder der Zunge auf Höhe des Brookslogos wurden entfernt. Diese rissen bei der ersten Auflage so oder so schnell ab und störten eher beim Einstieg in den Schuh. Das Innenfutter im Rückfußbereich ist etwas rauher als bei der ersten Auflage des Pure Connect. Insgesamt wirkt die Zehenbox etwas höher und weiter sowie der Schaft v. a. dort starrer. Das Schuhgewicht ist nahezu gleich geblieben (minimal weniger). Die Zwischen-/Außensohlenkombination ist unverändert aus der 1. Auflage übernommen worden. Neues Design.
Besonderheiten Günstiger Natural Running Schuh. Für Damen und Herren jeweils in 2 Farbvarianten erhältlich.
Testbericht und Kommentar Seit Dezember 2012 ist das Update des Brooks Pure Connect auf dem Markt. Für die Saison Herbst/Winter 2013 wurde der Connect lediglich mit einem neuen Anstrich versehen. Zur ersten Auflage gibt es eine große Änderung: Der Schaft wurde einer Radikalkur unterzogen und komplett überarbeitet. Der klassische Aufbau mit paralleler Schnürung wurde durch einen Schaft mit asymetrischer Schnürung ersetzt. Trotz des ansich guten Ansatzes mit dem „Wickelschaft“ (vgl. Brooks Pure Grit 2) sitzt der Connect nicht mehr so gut wie in der ersten Auflage. V. a. in der Zehenbox gibt es Abzüge in der B-Note. Passform wird bekanntlich sehr individuell wahrgenommen trotz allem sollte gerade im Fall des Connect nicht blind die 2. Auflage gekauft werden. Beibehalten wurde der Aufbau der Außen- und Zwischensohle mit einer niedrigen Sprengung von 4 mm und einer flachen Bauweise von 17:13 mm. Das bedeutet, dass das bodennahe, direkte Laufgefühl, die überraschend ausgeprägte Dämpfung sowie die tollen Torsions- und Flexibilitätswerte, die die erste Auflage so beliebt gemacht hatten, erhalten bleiben. Allerdings verändert das leider die Verschleißanfälligkeit der Außensohle ebenfalls nicht. Dafür ist der Connect mit einer UVP von 100,- € aber ein günstiger Vertreter seiner Klasse. Für die meisten Läufer wird der Connect 2 ein Laufschuh zum Training der Fußmuskulatur (für Laufschule, Lauf-ABC usw.) und weniger der Ersatz für “normale” Trainingsschuhe sein. Eine langsame Gewöhnung an den Schuh macht v. a. wegen der niedrigen Sprengung auf jeden Fall Sinn. Leichte bis mittelschwere Läufer mit relativ neutralem Abrollverhalten und ohne größere orthopädische Probleme wird er am ehesten auch als Laufschuh Spaß machen. Auch als Wettkampfschuh ist er von der zuvor genannten Zielgruppe durchaus sinnvoll einzusetzen. Vergleichsmodelle: Nike Free 3.0 V5, Saucony Virrata

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Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Be 2
Mizuno Be 2 Men (c) Mizuno  Mizuno Be 2 Men Sohle  (c) Mizuno
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Preis 110,- €  
Gewicht 180 g (US 9), 218 g (US 13)  
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO  
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig X
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO  
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer OO
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein Zwischensohle aus AP+, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja  
gerade  
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO  
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 6 – 11
Herren
7 – 13, 14
Passform normal weit geschnitten
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Mizuno Be. Folgende Neuerungen gibt es im Mizuno Be 2: Komplett neuer Schaft. An Stelle der 6-Lochschnürung kommt jetzt eine Kombination aus Schlaufen- und Lochschnürung zum Einsatz. 5 Schnürlöchern liegen jetzt 5 Schlaufen in der asymetischen Schnürung gegenüber. Der Schaft ist im Gegensatz zum Be 1, der herkömmlich aufgebaut war, jetzt ein halber Strumpfschaft, d.h. die Zunge ist an der Innenseite mit dem Schaft fest verbunden. Im Schaft wurden deutlich Nähte reduziert und auf die Meshöffnungen im Vorfußbereich wurde verzichtet. Die Zwischen- und Außensohleneinheit wurde unverändert in die 2. Auflage übernommen. Neues Design.
Besonderheiten Bequemer Freizeittrainer. Für Damen und Herren jeweils in 2 Farbvarianten erhältlich.
Testbericht und Kommentar Laufschuh, Trainingsgerät oder Freizeitschuh? Das habe ich mich bereits bei der ersten Auflage gefragt und bin damals zu dem Schluss gekommen, dass sich der Be auch laufen lässt. Mizuno empfiehlt den Be ausdrücklich nur für die Freizeit und nicht zum Laufen und hat inzwischen mit der Evo Serie ein kompromissloses Natural-Running-Schuh-Konzept nachgeschoben. So überrascht es nicht, dass beim Be 2 die Überarbeitung der Optik im Vordergrund stand. Sah die erste Auflage des Be noch stark nach reinem Performancelaufschuh aus ist durch die Überarbeitung des Schafts und des Designs der Look des Be 2 deutlich konsumiger und der Schuh freizeittauglicher. Netter Nebeneffekt: Die Passform hat sich verbessert und der Schuh sitzt im Mittelfußbereich durch den halben Strumpfschaft wie eine 2. Haut. Nachteil bei der Konstruktion: Durch den notwendig weiten Vorfußbereich (die Zehen sollen schließlich arbeiten können) lässt sich der Schaft im Vorfußbereich nicht ohne größere Falten an den Fuß ziehen. Dies ist aber eher ein optischer Makel. Stören die Falten doch weder beim Laufen noch beim Gehen. Die Schnürsenkel sind übertrieben lang und könnten auf jeden Fall kürzer sein. Durch die unveränderte Übernahme der Außen-/Zwischensohleneinheit aus dem ersten Be wurde die niedrige Bauhöhe mit 9:3 mm und die 6 mm Sprengung genauso übernommen wie die straffe Dämpfung, das direkte Laufgefühl und die herausragenden Flexibilitäts- und Torsionswerte. Das Grundkonzept mit der im Vorfußbereich abgesenkten Einlegesohle (Waraji Vertiefung) ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Das gibt sich aber nach kurzer Zeit des Laufens/Gehens mit dem Mizuno Be 2. Beim Be 2 zeigt sich, dass die Sprengung nicht das alleinige Maß für einen Natural Running Schuh ist. Der Be 2 läuft sich mit seiner für einen Natural Running Schuh nicht niedrigen Sprengung auch nach Eingewöhnungszeit anstrengend. Für die meisten Läufer wird der Be 2 wie in der ersten Auflage “nur” ein Alltagstrainingsschuh/Trainingsgerät für die Freizeit beim normalen Gehen und kein Laufschuh sein. Geübtere Läufer können den Schuh zum Training der Fußmuskulatur im Rahmen einer Laufschule-/Lauf-ABC-Einheit nutzen. Die wenigen Läufer die es gewohnt sind regelmässig mit Extremvarianten von Natural Running Schuhen wie Vibram Five Fingers und Co. ihre Dauerläufe zu absolvieren könnten dies auf kurzen Strecken mit dem Be probieren. Eine langsame Gewöhnung an den Schuh sollte auf jeden Fall erfolgen. Am besten werden leichte bis nicht zu schwere Läufer mit einigermaßen neutralem Abrollverhalten mit dem Mizuno Be (auch beim Laufen) zurechtkommen. Allerdings stellt sich seit der Einführung der Evo Serie von Mizuno die Frage ob dort der Fuß beim Laufen nicht besser aufgehoben ist. Vergleichsmodelle: INOV8 Bare-X-Lite 150 (wobei dieser 0 mm Sprengung hat).

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Hersteller und Name des Schuhs Mizuno Wave Evo Cursoris
Mizuno Wave Evo Cursoris Men  (c) Mizuno  Mizuno Wave Evo Cursoris Men Außensohle  (c) Mizuno
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Preis 120,- €  
Gewicht 205 g (US 9), 236 g (US 13)  
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO  
normalgewichtig OOO
schwergewichtig X
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO  
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß nein Zwischensohle aus AP+, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja  
gerade  
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO  
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 6,5 – 11,5
Herren
7 – 13, 14
Passform eher weit geschnitten mit geräumiger Zehenbox
Änderungen zum Vorgängermodell Lediglich Farbupdate des bereits seit Frühjahr/Sommer 2013 erhältlichen Modells. Die Mizuno Evo Serie wurde erst FS 2013 im deutschen Markt eingeführt.
Besonderheiten Der „Einsteigerschuh“ in Mizunos Vor- und Mittelfußläuferserie.
Testbericht und Kommentar Die Mizuno Evo Serie ist eine der Neuheiten im deutschen Laufschuhmarkt im Jahr 2013. Mit der Evo Serie haben die Japaner ein aggressives Schuhkonzept für Vor- und Mittelfußläufer und solche die es werden wollen auf den Markt gebracht. Zu dieser konsequenten, gradlinigen Umsetzung gehört eine Portion Mut da die Zielgruppe unserer Meinung nach eher klein ist. Spannend wird sein wie sich die Schuhe im Handel verkaufen. Der Evo Cursoris ist mit einer 12 mm Zwischensohle bei 0 mm Sprengung der „konsumigste“ aus der neuen Linie der Japaner zu der noch der leichtere Evo Levitas und der seit HW 2013 neue Trailschuh Evo Ferus gehören. Letztere haben allerdings nur eine 8 mm dünne Zwischensohle. Neben der Nullsprengung und der flachen Bauweise sind weitere Merkmale des Vor- und Mittelfußläuferschuhs die geräumige Zehenbox, der Einsatz der Wave Platte im Vor- an Stelle des gewohnten Rückfußbereichs, der Verzicht auf eine Fersenkappe sowie die Geometrie der Außensohle. Die Zehenbox ist nicht so weit wie sie rein optisch zunächst wirkt. Riesig Halt vermittelt der Schaft im Vorfußbereich (im Gegensatz zum Rest des Schuhs, dort sitzt er wie ein Handschuh!) nicht. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Diese Freiheit gehört aber zum Konzept um dem Fuß Platz zum Arbeiten zu bieten. Die neue Evo Wave Platte wird im Vorfußbereich verbaut und sorgt für einen angenehm festen Abdruck und guten Bodenkontakt. Allerdings steift sie den Schuh hier spürbar ein. In der Außensohle kommen festere Karbongummipads v. a. im Mittelfußbereich außen und im Vorfußbereich innen zum Einsatz. Also genau dort wo der aktive Läufer den hauptsächlichen Bodenkontakt hat. Das etwas festere Material im äußeren, stark abgerundeten Rückfußbereich dient dem Rückfußläufer während der Übungs- und Umstellungsphase bzw. dem Vor-/Mittelfußläufer wenn er ermüdet. Ein reiner Rückfußläufer wird den Schuh schnell runterradieren. Für diesen macht der Schuh wenig Sinn. Den besten Grip erzielt der Schuh auf trockenem, festem und eher sauberem Untergrund. Auf Schotter, krummen Waldwege u. ä. kommt er schnell an seine Grenzen. Für Supinierer ist der eher geringe seitliche Halt im Vorfußbereich der limitierende Faktor und bei Überpronierern ist die entscheidende Frage wie gut die Überpronation durch den Laufstil (Muskulatur) korrigiert wird. Zielgruppe des Evo Cursoris sind leichte bis mittelschwere Läufer, mit wenig bis keinen orthopädischen Problemen und möglichst neutralem Abrollverhalten die über einen aktiven Laufstil verfügen und/oder diesen erlernen wollen und einen Schuh für kürzere gerne auch schnellere Läufe suchen. Auch für Lauf-ABC und Co. eignet sich der Evo Cursoris sehr gut. Gerade im Einsatzbereich zum Training der (Fuß-)Muskulatur wird er wohl die meisten Anhänger finden. Beim Training mit dem Wave Evo Cursoris sollte beachtet werden, dass Achillessehne und Wadenmuskulatur deutlich stärker als in herkömmlichen Laufschuhen gefordert werden und der Körper langsam an den Schuh gewöhnt werden sollte. Ansonsten sind unnötige Verletzungen vorprogrammiert. Dies gilt v. a. für Läufer die bisher wenig oder keine Erfahrungen mit Minimalschuhen haben! Vergleichsmodelle: INOV8 Bare-X Lite 150

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Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der jeweilige Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.

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