Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe FS 2013

Folgende Modelle wurden in der Saison Frühjahr/Sommer 2013 bei den Lightweighttrainern / Wettkampfschuhen getestet und sind im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe FS 2013 zu finden:

  • Mizuno Wave Universe 4 (Wettkampfschuh)
  • Mizuno Wave Musha 5 (Wettkampfschuh)
  • Mizuno Wave Ronin 5 (Wettkampfschuh)

Folgende Modelle wurden nicht bzw. lediglich farblich verändert und sind im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe Herbst/Winter 2012 zu finden:

  • Mizuno Wave Precision 13 (Lightweighttrainer)

Folgende Modelle wurden nicht bzw. lediglich farblich verändert und sind im Laufschuhtest Lightweighttrainer Wettkampfschuhe Frühjahr/Sommer 2011 zu finden:

  • Brooks Green Silence (Wettkampfschuh)
  • Brooks Racer ST 5 (Wettkampfschuh)
  • Mizuno Wave Aero 9 (Lightweighttrainer)
Legende:

OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt  geeignet; X = ungeeignet

 

Hersteller und Name des Schuhs Wave Universe 4
Mizuno Wave Universe 4  (c) Mizuno Mizuno Wave Universe 4  (c) Mizuno
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Preis 120,- €  
Gewicht 115 g (US 9), 162 g (US 13)  
Herrenmodell ja Unisex Modell
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO  
normalgewichtig OOO
schwergewichtig X
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OO  
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein  
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß Wave Techn. angedeutete Parallel Wave, AP Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja  
gerade  
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO  
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein  
erhältliche Größen (US) Unisex 5 – 12, 13
Passform für einen Wettkampfschuh eher weit geschnitten, geräumige Zehenbox
Änderungen zum Vorgängermodell Lediglich Farbupdate des bereits in H/W 2012 erhältlichen Modells.
Besonderheiten Pure Rennmaschine – Leichtester Wettkampfschuh am Markt.
Testbericht und Kommentar Mit dem Wave Universe unterstreichen die Japaner was ihre Spezialität ist: Sehr leichte, dynamische Laufschuhe. Das zeigt sich auch in den Trainingsschuhen findet aber in Modellen wie dem Universe seine extremste Ausprägung. Der Wave Universe 4 ist mit sagenhaften 115 g in Referenzgröße US 9 der aktuell leichteste auf dem deutschen Markt erhältliche Wettkampfschuh. Bei einer Bauhöhe von 10,5 zu 5,5 mm, einer Sprengung von 5 mm sowie dem Verzicht auf eine Mittelfußbrücke und sonstige Stabilitätselemente (u. a. nur angedeutete Wave Platte, keine feste Fersenkappe) überrascht es nicht das Torsionsfähigkeit, Flexibilität und Bodennähe auf höchstem Niveau sind. Hier übertrifft der Wave Universe auch viele Natural Running Schuhe. Gegenüber diesen hat er einen zentralen Vorteil: Die Sohle und damit die „Dämpfung“ sind richtig straff was die für einen Wettkampfschuh entscheidenden Punkte wie kurze Bodenkontaktzeiten und optimale Kraftübertragung fördert. Die niedrige Sprengung und die sehr flache, flexible und direkte Bauweise erfordern allerdings wie bei den Natural Running Schuhen zunächst Übung, d.h. auch an den Universe sollte sich der Läufer langsam gewöhnen um Problemen vorzubeugen. Die minimalistische Leichtbauweise hat allerdings einen entscheidenden Nachteil. Viele 100 Kilometer wird der Schuh nicht überleben. Nicht ganz so tragisch, da er für die allermeisten Läufer nicht der Alltagstrainingsschuh sein wird und kann. Bei der Anprobe sollte darauf geachtet werden, dass der Schuh im Vorfußbereich ausreichend fest sitzt. Des weiteren ist zu beachten, dass aufgrund der nicht herausnehmbaren Einlagesohle der Wave Universe 4 für die Aufnahme von orthopädischen Einlagen nur bedingt geeignet ist. Leichte bis mittelschwere und v. a. ambitionierte, biomechanisch effiziente Läufer mit neutralem Abrollverhalten die einen aggressiven Wettkampfschuh für kurze Distanzen (5 und 10 km) oder einen Trainingsschuh für schnelle Einheiten / Laufschulelemente / Lauf-ABC suchen könnten mit dem Wave Universe 4 glücklich werden. Läufer auf der Suche nach Minimalschuhen so oder so. Auch als Spikeersatz für schnelle Läufe auf der Bahn funktioniert er gut. So spitz wie die Zielgruppe des Mizuno Wave Universe 4 ist auch dessen Distribution im Handel. Von daher bedarf es etwas Suchaufwand um den Schuh an die Füße zu bekommen. Vergleichsmodelle: Asics Piranha SP 4, Saucony Type A5.

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Hersteller und Name des Schuhs Wave Musha 5
Mizuno Wave Musha 5  (c) Mizuno Mizuno Wave Musha 5  (c) Mizuno
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Preis 115,- €
Gewicht 210 g (US 9), 268 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOO
schwergewichtig X
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer O
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer OO
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß ja Minimal zur Innenseite hin stabilere Wave-Platte.
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß Wave Techn. AP+ Zwischensohle, Parallel-Wave, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 4,5 – 11,5
Herren
5 – 13
Passform für einen Wettkampfschuh eher weit geschnitten
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Wave Musha 4. Folgende Neuerungen gibt es im Wave Musha 5: Der Schaft wurde komplett überarbeitet. Es kommt mehr stretchigeres, weicheres Meshmaterial (v. a. im Vorfußbereich) zum Einsatz und die Zahl der Synthetikoverlays wurde deutlich reduziert. Die meisten Synthetikoverlays haben jetzt einen wildlederartigen Look und bestehen aus recycelten Plastikflaschen. Im Vorfußbereich wurde die Schuhkappe um einen Großzehenriegel ergänzt. Die Wulst an der Aufhängung der Zunge wurde verkleinert, die Zunge im vorderen Bereich dünner und atmungsaktiver gestaltet und zudem auch hier das stretchigere Material wie im Schaft eingesetzt. Der Schuhkragen im Rückfußbereich ist tiefer ausgeschnitten und die Fersenkappe weniger fest. Nebenbei kommen neue Schnürsenkel (ohne Glizerfaden) zum Einsatz. Des weiteren wurde die Zahl der Reflektoren reduziert. Neues Design. Der Wave Musha 5 ist seit FS 2013 auch als Damenschuh erhältlich.
Besonderheiten Reinrassiger “Racer” für die ersten Startreihen.
Testbericht und Kommentar Frühjahr/Sommer ist traditionell die Saison der Veränderungen an den Mizuno Wettkampfschuhen. So auch am Wave Musha. Bisherige Liebhaber aber können direkt aufatmen. Das Update ist gelungen und v. a. wurde die auch von uns gut besprochene Außen-/Zwischensohlenkombination des Wave Musha 4 1:1 in die 5. Auflage übernommen. D. h. neben der haltbareren Sohle, der Bauhöhe von 18:9 mm bei 9 mm Sprengung ist auch die gute Torsionsfähigkeit und hohe Flexibilität gleich geblieben. Dadurch bleibt das bodennahe, dynamische und flüssige Laufgefühl erhalten. Dieses könnte allerdings noch durch eine Reduktion der Sprengung weiter verbessert werden. 2 – 3 mm weniger wären immer noch nicht zu extrem und würden dem aktuellen Trend folgen. Positiv ist die weitere Gewichtsreduktion um gute 20 g. Das wird durch den neuen Schaft erreicht. Hier wurde vieles weggelassen was nicht zwingend notwendig ist. So wurden Synthetikoverlays reduziert, die Zunge dünner gestaltet und der Schuhkragen weiter ausgeschnitten. Neben der Gewichtsersparnis passt der Schuh durch das weichere und stretchigeren Meshmaterial im Schaft nochmal besser und sitzt wie eine 2. Haut am Fuß. Die nach wie vor bis in den Mittelfußbereich reichende und zur Innenseite hin minimal stabilere Wave Platte gibt noch einen Hauch von Führung. Deshalb ist der Schuh für Supinierer nur bedingt geeignet. Die Zielgruppe des Mizuno Wave Musha 5 sind ambitionierte, leichte bis mittelschwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und leichter Überpronation die einen Schuh für schnelle Trainingseinheiten und Wettkämpfe bis hin zum Marathon suchen. Im Vergleich zum Wave Ronin relativ teuer. Vergleichsmodelle: Asics Gel DS Racer 9, Saucony Fastwitch 6

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Hersteller und Name des Schuhs Wave Ronin 5
Mizuno Wave Ronin 5  (c) Mizuno Mizuno Wave Ronin 5  (c) Mizuno
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Preis 120,- €
Gewicht 200 g (US 9), 252 g (US 13)
Herrenmodell ja
Damenmodell ja
Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOO
schwergewichtig X
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer/Supinierer OOO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Pronationsstütze
Rückfuß nein Auf der Innenseite ist die Wave-Platte rund 2 cm weiter in den Rückfußbereich verlängert.
Mittelfuß nein
Vorfuß nein
Dämpfung
Rückfuß Wave Techn. AP+ Zwischensohle, Parallel-Wave, keine separaten Dämpfungskissen
Vorfuß nein
Leisten
gebogen ja
gerade
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail X
verschiedene Weiten erhältlich nein
erhältliche Größen (US) Damen 6 – 11
Herren
6,5 – 13
Passform für einen Wettkampfschuh eher weit geschnitten
Änderungen zum Vorgängermodell Nachfolger des Wave Ronin 4. Folgende Neuerungen weist der Wave Ronin 5 auf: Der Schaft wurde komplett überarbeitet wodurch auch das Schuhgewicht um weitere 15 g in Referenzgröße US 9 reduziert wurde. Die Zahl der Synthetikoverlays wurde deutlich reduziert. Der Schaft durch sehr offenporiges Meshmaterial atmungsaktiver gestaltet. Die Wulst an der Aufhängung der Zunge im Vorfußbereich wurde verkleinert, die Zunge im vorderen Bereich dünner und atmungsaktiver gestaltet. Statt der 6-Loch-Schnürung kommt im Ronin 5 eine 8-Loch-Schnürung mit leichter Asymetrie zum Einsatz. Die Fersenpartie wirkt etwas schmaler. Der restliche Schaft v. a. im Mittelfußbereich etwas weiter als beim Vorgänger. Neues Design.
Besonderheiten Minimalistischer, vielseitiger Wettkampfschuh in auffallender Optik.
Testbericht und Kommentar Mizuno hat sich inzwischen auf dem deutschen Markt als Laufschuhhersteller für schnelle, direkte Schuhe einen Namen gemacht. Der Wave Ronin 5 komplettiert die breite Wettkampfschuhrange der Japaner. Die Außen- und Zwischensohleneinheit wurde wie beim Musha aus dem Vorgängermodell ohne Änderungen übernommen. Zunächst erwartete Probleme mit der Haltbarkeit der G3 Aussensohle zeigten sich nicht. Die Wave Platte ist beim Mizuno Wave Ronin neutral gehalten und kürzer als beim Wave Musha. Dadurch ist der Ronin zum einen weniger stabil und zum anderen auch nochmal torsionsfreudiger. Der Wave Ronin 5 überzeugt durch ein bodennahes, direktes und dynamisches Laufgefühl. Die flache Zwischensohle mit einer Bauhöhe von 19:9 mm sorgt für gute Abrolleigenschaften. Wie der Wave Musha würde allerdings auch der Wave Ronin 2 – 3 mm weniger Sprengung vertragen. 10 mm sind für einen Wettkampfschuh seiner Art viel. Etwas überraschend ist, dass der Wave Ronin trotz der aufwendigeren technischen Ausstattung mit Smooth Ride, G3 Außensohle sowie 1 mm mehr Zwischensohle sogar nochmal 10 g leichter ist als der Wave Musha. Die erneute Gewichtsreduktion verdankt er dem neuen offenporigen Schaftmaterial das nebenbei für perfekte Atmungsaktivität sorgt. Im Vergleich zum Vorgänger sitzt der Schaft mizunotypisch etwas weiter und bietet mehr Volumen als beim Vorgänger bei dem gerade im Mittelfußbereich der Schuh sehr straff saß. Ambitionierte leichte bis mittelschwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und Supinierer, die einen Schuh für schnelle Trainingseinheiten und Wettkämpfe bis hin zur Marathondistanz suchen sollten den Wave Ronin 5 in die engere Wahl nehmen. Vergleichsmodelle: Asics Gel Hyperspeed 5, Adidas AdiZero Adios 2

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Hinweis: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der jeweilige Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen.

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