Laufschuhtest Mizuno Wave Rider 22

Nächster Laufschuh im Laufschuhkauf.de Laufschuhtest HW 2018 ist der Neutrallaufschuh Mizuno Wave Rider 22. Auch wenn sich der Testbericht vornehmlich um den Rider dreht gehe ich auch auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum „gestrickten Bruder“ Mizuno Wave Knit R2 ein.

Mizuno Wave Rider 22 Aussenseite (c) Mizuno Mizuno Wave Rider 22 Aussensohle (c) Mizuno

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Produktbeschreibung von Mizuno zu seinem Bestseller

„Wave Rider 22 – Leichter, dynamischer, komfortabler. Die Dynamik steckt im Detail.

Er ist eine Ikone.

Der Wave Rider 22 ist unser kultigster und beliebtester neutraler Laufschuh, der dynamische Dämpfung und eine stabile Plattform perfekt kombiniert. Der Wave Rider 22 ist die neuste Version unserer legendären Wave Rider-Serie, ausgestattet mit der neuen Wave Technologie liefert er dir ultimativen Komfort, Dämpfung und einen stabilen Stand. Solch eine hohe dynamische Dämpfung in einem so ausgewogenen und stützenden Schuh macht den Wave Rider 22 zur idealen Wahl, sowohl für den Neutralläufer als auch für Langstreckenläufer.

Der Wave Rider 22 ist ein echter Alleskönner, der für Pace-Runs, lange Distanzen sowie tägliches Training geeignet ist und dem neutralen Läufer ein Höchstmaß an Dämpfung bietet. Wenn die Zwischensohlen-Verbindungen U4icX und U4ic mit der Wave Technologie kombiniert werden, ist das Resultat das wohl dynamischste, leichteste und schnellste Laufgefühl auf dem Markt. Eine sichere und optimale Passform wird durch das verbesserte Mesh und die DynamotionFit Technologie garantiert. Die leichte Konstruktion des im Wave Rider 22 enthaltenen Wave-Elements besteht aus konvexen und konkaven Formen in der Zwischensohle und im Fersenbereich, dies sorgt für eine sanftere Landung, ein reaktionsfreudigeres Laufverhalten und mehr Stabilität.

In dem Design unseres Wave Rider 22 beschäftigen wir uns weiterhin mit der Schönheit und Faszination der Bionik. In dieser Saison haben wir uns von dem „Blue Mountain“ Schmetterling inspirieren lassen, nicht nur wegen seines einzigartigen Aussehens, sondern auch weil er ein besonders schneller und agiler Flieger ist. Die großen, leichten Flügel des „Blue Mountain“ sind in mehrere Schichten unterteilt, die jeweils von Tausenden mikroskopischen Schuppen bedeckt sind, um den Flügeln Kraft zu verleihen und sie auf Geschwindigkeiten von über 50km/h anzutreiben.

Im vorderen Bereich des neuen Wave Rider 22 findet sich eine ähnlich leichte, mehrschichtige Konstruktion, die beweist, dass ein starker Schuh kein schwerer Schuh sein muss.“

Doch schauen wir genauer ins Detail was der Mizuno Wave Rider 22 kann. Was nicht. Wie er sich beim Laufen bewährt und für wen er geeignet ist.

Zahlen, Daten, Fakten zum Mizuno Wave Rider 22

  • Artikelnummer: J1GC183145
  • Preis: 145,- €
  • Kategorie: Neutrallaufschuh
  • Geschlecht: Als Damen- und Herrenmodell erhältlich.
  • erhältliche Größen (US): Damen 5 – 12, Herren 7 – 13, 14, 15, 16
  • verschiedene Weiten erhältlich: nein
  • Gewicht: 295 g (US 9), 380 g (US 13)
  • Sprengung: 12 mm
  • Bauhöhe: 31:19 mm
  • Leisten: gebogen
  • Zwischensohle: Cloud Wave, Zwischensohle aus U4ic und U4icX, keine separaten Dämpfungskissen im Vor- und Rückfußbereich
  • Pronationsstütze: nein
  • Passform: normal weit geschnitten.
  • Vergleichsmodelle anderer Marken: Asics Gel Cumulus 20, Brooks Ghost 11
  • Sonstiges: Erfolgreichster Mizuno Laufschuh in Deutschland. Der Mizuno Laufschuh, der in der größten Farbpalette erhältlich ist (zahlreiche Sonderfarben z. B. für den Osaka Marathon). Seit FS 2017 ist der Wave Rider auch mit wind- und wasserdichtem Gore-Tex Schaft erhältlich. Name: Mizuno Wave Rider 22 GTX. In technisch abgespeckter Variante auch als Kinderschuh zu einer UVP von 65,- € erhältlich. Seine 2. Saison erlebt der Wave Rider mit gestricktem Schaft. Allerdings heißt er hier Mizuno Wave Knit R2 (Artikelnummer: J1GC182512) und hat eine UVP von 160,- €.

Änderungen zum Vorgängermodell

Laufschuhtest Mizuno Wave Rider 22 (c) Laufschuhkauf.deNachfolger des Mizuno Wave Rider 21. Folgende Neuerungen weist der Wave Rider 22 auf:

Nach der kosmetischen Schaftüberarbeitung im letzten Jahr wurde der Rider dieses Jahr wieder grundlegender überarbeitet. 

Das Crashpad im Aufsatzbereich des Rückfusses ist stärker angeschrägt und mit 4 an Stelle von 2 Flexkerben stärker aufgebrochen. Im Vorfussbereich ist die Aussensohle statt wie bisher mit 2 tiefen mit 3 tiefen Flexkerben durchzogen und die Karbongummibesätze filigraner ausgeprägt. Die Guidancelinie, die vom Rück- bis in den Vorfussbereich reicht ist etwas mehr zur Schuhaussenseite verlegt worden. Die genannten Maßnahmen sollen die Flexibilität und den Abrollkomfort erhöhen. Die Zwischensohle ist optisch neu gestaltet, technisch entspricht sie der des Vorgängermodells. Bis dahin sind der Mizuno Wave Rider 22 und der Mizuno Wave Knit R2 auch identisch. Die Unterschiede liegen im Schaft, der ebenfalls überarbeitet wurde.

Während beim Mizuno Wave Knit R2 ein gestrickter Schaft als Obermaterial verwendet wird, ist der Schaft des Mizuno Wave Rider 22 klassischer mit Engineered Mesh und einigen Nähten gehalten. Die Änderungen im Schaf sind eher kosmetischer Natur. Zwar wirkt die Optik des Schuhs anders aber im Großen und Ganzen ist der Schaft dem des Vorgängers sehr ähnlich. Der Reflektor an der Ferse wurde nach oben versetzt und etwas verkleinert. Das Overlay auf der Aussenseite der Ferse auf dem beim Vorgänger der Schuhname zu finden war wurde ersatzlos gestrichen. Das Mesh hat eine neue Struktur, ist aber wie beim Vorgängermodell mehrlagig. Die Schnürung und die Schnürsenkel entsprechen denen des Rider 21.

Laufschuhtest Mizuno Wave Knit R2 (c) Laufschuhkauf.deNeues Design. Die unverbindliche Verkaufspreisempfehlung von Mizuno für den Rider bleibt wie bereits seit einigen Saisons unverändert bei 145,- € und damit im mittleren Preissegment.

Ebenfalls komplett überarbeitet wurde der Bruder des Wave Rider, der Wave Knit R1. Der Mizuno Wave Knit R2 hat die selben Änderungen wie der „normale“ Rider in Bezug auf die Zwischen- und Aussensohle bekommen und darüber hinaus kleinere Änderungen im gestrickten Schaft. Wave Knit ist Mizunos Antwort auf die gestrickten Schaftmaterialien von Nike (Flyknit) oder Adidas (Primeknit). Der Wave Knit R2 hat mit der höheren UVP von 160,- € auch eine etwas andere Passform als der hier ausführlich vorgestellte Wave Rider 22. Der Knit R2 ist dank des gestrickten Schafts etwas leichter als der Rider.

Testbericht und Kommentar

Laufschuhtest Mizuno Wave Rider 22 (c) Laufschuhkauf.deAktuell ist es um den zweiten japanischen Laufschuhhersteller etwas ruhiger geworden. Trotzdem hat sich Mizuno in den letzten Jahren seine Fanbase erarbeitet. Das liegt v. a. auch an Modellen wie dem Mizuno Wave Rider 22, dem bekanntesten und erfolgreichsten Modell auf dem deutschen Markt. In der aktuellen Herbst-/Wintersaison ist er bereits in seiner 22. Auflage erhältlich. Typisch für Mizuno wurde auch dieses Mal die Strategie der kleinen, schrittweisen Verbesserungen nicht verlassen und auch beim vorliegenden Update nur überschaubare Änderungen vorgenommen. Das Wichtigste vorab: Bisherige Fans des Rider werden auch die aktuelle Version ins Herz schließen.

Neu gestaltet wurde die Außensohle. Diese ist im Aufsatz- und im Vorfussbereich stärker aufgebrochen und mit mehr Flexkerben durchzogen. Darüber hinaus sind die Karbongummipads filigraner gestaltet. Die Änderung ist durchweg positiv wurde doch dadurch der Abrollkomfort und die Flexibilität verbessert. Die Zwischensohle hingegen hat nur optisch einen neuen Anstrich bekommen. Beim Laufen fällt die für Mizuno Verhältnisse eher softe Rückfussdämpfung auf während sie im Vorfussbereich gewohnt fest ist. Neben dem U4icX Zwischensohlenmaterial, das unter der Wave Platte im Rückfuß eigesetzt ist und dem durchgehenden EVA Board unterhalb der hochwertigen Einlegesohle sorgt die Cloud Wave für das weichere Gefühl. In der neuesten Wave Platte der Japaner wurden konvexe und konkave Elemente neu arrangiert um gegenüber früheren Modellen bessere Dämpfungs- und Rückstelleigenschaften zu erreichen. Trotz allem ist der Mizuno Wave Rider 22 wie schon sein Vorgänger kein Sofa und gehört zu den fester gedämpften Modellen am Markt. Lediglich in der Mizuno Historie ist es einer der softesten Rider. Damit passt sich Mizuno dem allgemeinen Trend nach mehr Komfort in den Trainingsschuhen an.

Laufschuhtest Mizuno Wave Knit R2 (c) Laufschuhkauf.deDie Änderungen im Schaft fallen vor allem optisch ins Gewicht und betreffen mehr das Design und die Optik als die Passform. Das Engineered Mesh hat eine neue Struktur. Die Mehrlagigkeit wurde beibehalten. Ebenso unverändert ist auch, dass Mizuno relativ viele Nähte im Obermaterial einsetzt. Das ist grundsätzlich vorteilhaft für die Haltbarkeit wirkt dafür aber etwas „old School“. Gefühlt ist im Vorfussbereich nochmal etwas mehr Platz geschaffen worden. Im Mittelfussbereich sitzt er dafür satt am Fuss. Der gute Fit wird zusätzlich durch die gelungene Schnürung mit den halbelastischen Schnürsenkeln unterstützt mit deren Hilfe sich der Rider perfekt am Fuss fixieren lässt. Die optisch gefälligere Variante des Rider ist der Wave Knit R2. Quasi der Wave Rider 22 nur mit gestricktem Schaft und flachen Schnürsenkeln. Hier entfallen die zahlreichen Nähte komplett. Bei der Anprobe sollte beachtet werden, dass die Passform im Vorfussbereich etwas schmaler ist und der Wave Knit R2 in Summe etwas satter sitzt.  Ich persönlich finde die Passform des normalen Riders besser aber das ist wie bei der Einschätzung der Optik immer Geschmackssache. Zu beachten ist nebenbei, dass der R2 15,- € Aufpreis gegenüber dem Rider hat und damit seine UVP bei 160,- € liegt.

Laufschuhtest Mizuno Wave Knit R2 (c) Laufschuhkauf.deDurch die Wave Platte wird die Torsionsfähigkeit des Riders nach wie vor spürbar eingeschränkt. Darüber hinaus sorgt die Wave Platte für ein gewisses Maß an Stabilität ohne allerdings einseitig in den Bewegungsablauf einzugreifen. Durch die Wave Platte rollte der Mizuno Wave Rider 22 geführt aber auch schnell ab und überzeugt auch bei etwas schnellerem Tempo mit einem guten Gefühl für den Untergrund. Dazu trägt neben der nicht übermässig hohen Gesamtbauhöhe von 31:19  mm, der Verzicht auf zusätzliche Dämpfungskissen bei. Leider hat sich der japanische Laufschubbauer nach wie vor nicht an die traditionelle 12 mm Sprengung herangewaagt. 2 – 4 mm weniger würden den Laufspaß weiter steigern. Auch das Schuhgewicht ist inzwischen nicht mehr Benchmark. Vom Laufgefühl sind der Mizuno Wave Rider 22 und der Mizuno Wave Knit R2 vergleichbar, bieten doch beide die gleiche Außen- und Zwischensohlenkombination.

Seine Stärken spielt der Mizuno Wave Rider 22 am besten auf Asphalt und befestigten Wegen aus. Aber auch normale Feld-, Wald-, Wiesenwege lassen sich problemlos mit ihm laufen. Der Einsatzbereich im Training erstreckt sich von langsamen bis mittelschnellen Dauerläufen jeglicher Distanz. Für schwerere und weniger ambitioniertere Läufer ist er auch im Wettkampf eine geeignete Option. Der Mizuno Wave Rider 22 ist für mich der Schuh der Wahl bei längeren, eher gemütlicheren Dauerläufen.

Zielgruppe

Leichte bis mittelschwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und solche mit leichter bis mittlerer Supination, die einen Trainingslaufschuh für mittlere bis längere Strecken, vornehmlich auf befestigtem Untergrund suchen, sollten den Mizuno Wave Rider 22 probieren. Bisherige Fans des Wave Rider werden auch die 22. Auflage des Klassikers lieben. Dagegen sollten sich Läufer mit höherem Körpergewicht und gleichen Ansprüchen bei Mizuno lieber die Modelle Wave Ultima 10  oder Wave Sky 2 anschauen. Fans von „weniger Schuh“ finden im Mizuno Sortiment mit dem Wave Shadow 2 und dem Wave Aero 16 mögliche Alternativen.

Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer / Supinierer OOO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail O
Legende: OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt geeignet; X = ungeeignet

Hinweis zum Thema Werbung: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen. Für den Testbericht erhalte ich keine finanzielle Vergütung von den Herstellern.


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