Laufschuhtest Brooks Launch 7

Der Brooks Launch 7 ist der erste Lightweighttrainer im Laufschuhkauf.de Laufschuhtest Frühjahr / Sommer 2020.

Brooks Launch 7 Men Außenseite (c) Brooks Brooks Launch 7 Men Innenseite (c) Brooks Brooks Launch 7 Men Außensohle (c) Brooks

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Das schreibt Brooks zu seinem Lightweighttrainerklassiker

„Schlüpfe nach dem Training in diesen leichten Laufschuh für Herren. Schlank und doch gedämpft reiht sich dieser Schuh zwischen einem Laufschuh und einem Trainingsschuh ein.

  • Optimale Dämpfung: Die BioMoGo-DNA-Mittelsohlendämpfung und die energiereiche Außensohlengummierung bieten Komfort, ohne deinen Lauf mit zusätzlichem Gewicht zu belasten – perfekt für Tage, an denen du dich auf deine Geschwindigkeit konzentrierst.
  • Aktivierte Flexibilität: Die Übergangszone am Mittelfuß ist so geformt, dass sie ein schnelles Abrollen von der Ferse zu den Zehen ermöglicht.
  • Leichte Passform: Die einteilige Mesh-Oberfläche und der Innenschuh sind so leicht und luftig, dass man das Gefühl hat, sie seien gar nicht da.“

Doch schauen wir genauer ins Detail was der Brooks Launch 7 kann. Was nicht. Wie er sich beim Laufen bewährt und für wen er geeignet ist.

Zahlen, Daten, Fakten zum Brooks Launch 7

  • Artikelnummer: 110324 1D 005
  • Preis: 120,- €
  • Kategorie: Lightweighttrainer
  • Geschlecht: Als Damen- und Herrenmodell erhältlich.
  • erhältliche Größen (US): Damen 5 – 12, Herren 7 – 13, 14, 15
  • verschiedene Weiten erhältlich: nein
  • Gewicht: 255 g (US 9), 316  g (US 13)
  • Sprengung: 10 mm
  • Bauhöhe: 20:10 mm
  • Leisten: gebogen
  • Zwischensohle: BioMoGo DNA Zwischensohle, keine separaten Dämpfungskissen im Vor- und Rückfußbereich
  • Pronationsstütze: nein
  • Passform: Normal weit geschnitten.
  • Vergleichsmodelle anderer Marken: Asics Dynaflyte 4, Mizuno Wave Shadow 3
  • Sonstiges: Grenzgänger zwischen Lightweighttrainer und Neutrallaufschuh mit gutem Preis-Leistungsverhältnis. Für Damen und Herren jeweils in 2 Farbvarianten und zusätzlichen Sonderfarben erhältlich.

Änderungen zum Vorgängermodell

Lightweighttrainer Brooks Launch 7 (c) Laufschuhkauf.deNachfolger des Brooks Launch 6. Folgende Neuerungen weist der Brooks Launch 7 auf:

Überarbeitet wurde der Schaft. In Summe ist das Update aber eher kosmetischer Natur, d.h. die Änderungen sind überschaubar. Das Meshmaterial ist nicht mehr ganz so technisch wie vorher und aufgeräumter von der Optik her. Der eingestrickte Großzehenriegel wurde bspw. entfernt. Das Mesh ist etwas geschlossener und nicht so offenporig wie beim Vorgänger. Dafür ist es einlagig (Lightweight Fit) und nahezu aus einem Stück. Der Chevron, der auch zur Unterstützung des Mittelfusssattels dient, ist etwas größer und setzt an der Zwischensohle an. An Stelle der halbrunden kommen flache, leicht elastische Schnürsenkel zum Einsatz. Diese sind etwas länger als beim Launch 6. Die Zunge läuft nach oben schmaler zu. Die Außen- und Zwischensohleneinheit wurde 1:1 aus dem Vorgängermodell übernommen. Ebenfalls identisch ist die Einlegesohle und das EVA Board darunter.

Neues, cleaneres Design. Die unverbindliche Verkaufspreisempfehlung (UVP) bleibt unverändert im Einstiegsbereich der Performancelaufschuhe bei 120,- €.

Testbericht und Kommentar

Lightweighttrainer im Einsatz (c) Laufschuhkauf.deDer Launch ist in der Saison FS 2020 bereits in seiner 7. Auflage erhältlich. Wobei die Versionszahl über sein Alter hinwegtäuscht. Er ist bereits seit 2009 auf dem Markt wurde allerdings zu Beginn keinen regelmässigen Updates unterzogen. Das ist erst seit 2015 der Fall. Damit schiebt er sich so langsam aus dem Schatten der anderen, erfolgreicheren Brooks Modelle.

Auch wenn er jetzt regelmässig überarbeitet wird ist der Launch einer der Laufschuhe im Sortiment der Laufschuhschmiede aus Seattle, der am wenigsten Veränderungen über die Jahre erfahren hat. So ist auch das aktuelle Update eher kosmetischer Natur.

Angepackt wurde nur der Schaft. Dieser ist jetzt einlagig und nahezu aus einem Stück. Brooks nennt das Lightweight Fit. Im Gegensatz zum Launch 6 ist es geschlossener und weniger offenporig. Das reduziert allerdings die Atmungsaktivität. Des weiteren fühlt es sich etwas kompakter, weniger beweglich an. In Summe ist das neue „upper“ leider eine Verschlimmbesserung. Da war die 6. Auflage deutlich besser unterwegs. Es ist zwar nur eine Randnotiz aber durch die längeren Schnürsenkel sind immerhin wieder alle Schnürvarianten beim Brooks Launch 7 umsetzbar.

Beim letzten größeren Update von Version 5 auf 6 wurde das Laufgefühl u. a. durch die festere Zwischensohle sportlicher und dynamischer. Dadurch dass die Außen- und Zwischensohleneinheit für die 7. Auflage nicht verändert wurde bleibt das Laufgefühl identisch. Die Sprengung bleibt bei komfortablen 10 mm was eine zusätzliche Gewöhnung an den Schuh nicht notwendig macht. Der Schwerpunkt liegt nicht auf Komfort sondern auf zügigem Abrollen und guter Rückmeldung vom Untergrund. Wer beim Launch die 6. Version ausgelassen hat sollte den Brooks Launch 7 auf jeden Fall nicht blind kaufen. Zu groß wäre da der Schritt. Wurde doch beim Update des Vorgängers die Zielgruppe etwas verändert. Hingegen werden alle Fans des Launch 6 mit dem 7er gut zurechtkommen.

Tempotraining auf der Strasse (c) Laufschuhkauf.deZu Hause fühlt sich der Brooks Launch 7 auf hartem Untergrund. Von Asphalt zu Parkwege bis hin zu befestigten Waldwegen. Geschwindigskeitstechnisch überzeugt der Launch im mittleren Tempobereich (Tempodauerläufe, längere Intervalle, Tempowechselläufe) aber auch bei längeren Wettkämpfen als etwas komfortablere Alternative zu den klassischen Wettkampfschuhen. Persönlich gefällt mir der Ricochet 2, der eine ähnliche Charakteristik hat, besser. Für Zeiten deutlich unter 04:00 min./km greife ich allerdings lieber zu richtigen Wettkampfschuhen ggf. der neueren Generation. Wenig überraschen würde mich, wenn das nächste Update beim Launch wieder ein größeres sein sollte, dass auch wieder den kompletten Schuh umfasst.

Zielgruppe des Brooks Launch 7

Leichte bis mittelschwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten und nicht zu starke Supinierer die einen leichten, dynamischen, fester gedämpften „daily trainer“ suchen könnten mit dem Brooks Launch 7 glücklich werden. Auch als komfortabler Wettkampfschuh macht er eine gute Figur. Schwere Läufer sollten die Finger davon lassen weil die Zwischensohle nicht stabil genug ist. Läufer mit Überpronation, die mehr Support auf der Schuhinnenseite benötigen, sollten sich das Schwestermodell Brooks Ravenna 11 anschauen. Wer weniger Schuh haben möchte findet im neuen Hyperion Tempo eine mögliche Lösung im Brooks Sortiment. Wer mehr Schuh schätzt sollte sich den Ghost 12 anschauen.

Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer / Supinierer OO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer X
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail X
Legende: OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt geeignet; X = ungeeignet

[WERBUNG] Hinweis zum Thema Werbung: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen. Für den Testbericht erhalte ich keine finanzielle Vergütung von den Herstellern.


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  1. […] der Schaft überarbeitet. Bei den Lightweighttrainern geht Brooks mit dem kosmetischen Update des Launch 7 an den Start und bei den Wettkampfschuhen Mizuno mit dem neuen Modell Duel Sonic. Der Duel Sonic […]

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