Laufschuhtest Mizuno Wave Rider 24

Mit dem Neutrallaufschuh / Dämpfungsschuh Mizuno Wave Rider 24 geht es weiter im Laufschuhkauf.de Laufschuhtest HW 2020.

Mizuno Wave Rider 24 Aussenseite (c) Mizuno Mizuno Wave Rider 24 Innenseite (c) Mizuno Mizuno Wave Rider 24 Aussensohle (c) Mizuno

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Produktbeschreibung von Mizuno zu seinem Bestseller

„Wave Rider 24 – Iconic Performance.

Mizuno definiert das legendäre „Rider“ Gefühl mit seiner neu entwickelten Technologie auf moderne Art und Weise: Mizuno Enerzy. Durch das Integrieren des neuen Materials wurden Dämpfung und Energierückgewinnung nochmals verbessert. Die Mizuno Wave Technologie sorgt dabei für ein komfortables und dynamisches Laufgefühl.

  • Mizuno Enerzy bietet eine weichere und federndere Dämpfung und garantiert gleichzeitig weichere Übergänge
  • Mizuno Wave bietet Dämpfung, Stabilität und Direktheit
  • Engineered Air Mesh bietet eine weiche Passform und Atmungsaktivität
  • Die Zwickelzungenkonstruktion sorgt für eine bequeme Passform im Mittelfußbereich und das runde Kragenfutter verbessert die Fersenpassform
  • Geeignet für: Für neutrale Läufer die dynamische Dämpfung in einem High Performance Laufschuh suchen.“

Doch schauen wir genauer ins Detail was der Mizuno Wave Rider 24 kann. Was nicht. Wie er sich beim Laufen bewährt und für wen er geeignet ist.

Zahlen, Daten, Fakten zum Mizuno Wave Rider 24

  • Artikelnummer: J1GC200316
  • Preis: 145,- €
  • Kategorie: Neutrallaufschuh
  • Geschlecht: Als Damen- und Herrenmodell erhältlich.
  • erhältliche Größen (US): Damen 5 – 12, Herren 7 – 13, 14, 15
  • verschiedene Weiten erhältlich: nein
  • Gewicht: 290 g (US 9), 356 g (US 13)
  • Sprengung: 12 mm
  • Bauhöhe: 31:19 mm
  • Leisten: gebogen
  • Zwischensohle: Cloud Wave, 2 lagige Zwischensohle aus durchgehendem U4ic Schaum und Mizuno Enerzy im Rückfussbereich, keine separaten Dämpfungskissen im Vor- und Rückfußbereich
  • Pronationsstütze: nein
  • Passform: normal weit geschnitten.
  • Vergleichsmodelle anderer Marken: Asics Gel Cumulus 22, Brooks Ghost 13
  • Sonstiges: Erfolgreichster Mizuno Laufschuh in Deutschland. Der Mizuno Laufschuh, der in der größten Farbpalette erhältlich ist. Der hier getestete Farbweg ist aus der Serie „Legend Speed“. Seit FS 2017 ist der Wave Rider auch mit wind- und wasserdichtem Gore-Tex Schaft erhältlich. Name: Mizuno Wave Rider 24 GTX. In technisch abgespeckter Variante ist er auch als Kinderschuh zu einer UVP von 70,- € erhältlich. Seine 4. Auflage erlebt der Wave Rider mit gestricktem Schaft. Namentlich ist er jetzt auch richtig in die Rider Familie eingebunden: Wave Rider 24 Waveknit.  (Artikelnummer: J1GC207551) und hat eine UVP von 160,- €. Seit Herbst/Winter 2019 gibt es mit dem Wave Rider TT zudem die All Terrain Version des Rider. Seine UVP: 145,- €. Wie auch alle anderen Rider Modelle hat auch der Wave Rider TT die Enerzy Dämpfungseinheit in der Ferse.

Änderungen zum Vorgängermodell

Nachfolger des Mizuno Wave Rider 23. Folgende Neuerungen weist der Wave Rider 24 auf:

Die Zwischensohle hat im Rückfussbereich das komplett neue Dämpfungsmaterial Enerzy das sich bis in den Mittelfuss zieht. Dieses soll 17 % softer als U4ic sein und einen 15 % höheren Energiereturn haben. Im Mittelfussbereich ist die Wave Platte jetzt durch das neue Enerzy Zwischensohlenmaterial überdeckt. Die Wave Platte ist zudem kürzer und reicht weniger weit in den Mittelfuss. Ausserdem ist die Wave Platte jetzt auf der Innen- und der Aussenseite gleich aufgebaut. Bisher war sie auf der Innenseite etwas weiter in den Mittelfussbereich gezogen und zudem in der Mitte des Rückfussbereichs minimal aufgeklappt. Dadurch entsteht ein einheitlicherer, durchgehender Übergangsbereich. Die Aussparung unterhalb der Ferse ist größer und angeschrägt wodurch sich weniger Schmutz usw. dort sammelt.

Neutrallaufschuh von Mizuno (c) Laufaschuhkauf.deDie Aussensohle des Mizuno Wave Rider 24 wurde ebenfalls komplett neu gestaltet. An Stelle der 8 kommen jetzt 9 größere Karbongummipads zum Einsatz. Diese sind zudem stärker segmentiert und aufgebrochen. Der Vorfussbereich ist von zusätzlichen, durchgehenden Flexkerben durchzogen. Des weiteren gibt es eine breitere und tiefere zur Laufrichtung verlaufende Flexkerbe.

Ebenfalls vollkommen neu ist der Schaft. Das Mesh ist offenporiger. Die Overlays sind neu aber ähnlich angeordnet. In Summe hat der Schaft etwas weniger Nähte, da der Run Bird fast komplett aufgeklebt wurde. Dafür ist das Overlay mit dem Reflektor im Rückfussbereich jetzt aufgenäht. Die Fersenkappe ist nicht mehr so weit hochgezogen und zudem am oberen Ende abgerundet. Die Zehenbox läuft weniger spitz zu und ist runder. Die Halteschlaufe für die Zunge wurde entfernt. Dafür erhält der Wave Rider 24 aber eine Bootiekonstruktion, d.h. die Zunge ist über ein breites Band im Schuhinneren mit der Zwischensohle verbunden. Nebenbei ist auch die Auskleidung im Innenschuh noch sauberer und weicher. Hier sind jetzt keinerlei Nähte mehr zu spüren. Die Polsterung im Rückfussbereich wurde etwas verstärkt.

Neues, moderneres Design. Die UVP von Mizuno für den Wave Rider 24 bleibt wie bereits seit einigen Saisons unverändert bei 145,- € und damit im mittleren Preissegment.

Testbericht und Kommentar

Die Japaner überarbeiten nur alle zwei Jahre ihr Erfolgsmodell Wave Rider in größerem Stil. Beim letzten Mal war es ein reines Schaftupdate. Deshalb steht dieses Mal wieder ein Komplettupdate an. So wurden für das Update auf die Version 24 alle Bauteile überarbeitet. Seit 24 Jahren ist der Wave Rider nun schon am Markt und ist der beliebteste und meistverkaufteste Laufschuh von Mizuno. Umso gespannter werden natürlich die Updates an Mizunos Klassiker erwartet. Bei größeren Veränderungen ist die Gefahr von Verschlimmbesserungen immer besonders hoch. Aber das haben die Laufschuhbauer aus dem japanischen Osaka sauber umschifft. Herausgekommen ist ein Komplettupdate ohne nennenswerte Schwächen. Top!  

Bauweise, Ausstattung & Laufgefühl

Strassenlaufschuhe von Mizuno (c) Laufschuhkauf.deAm meisten fällt die Veränderung der Aussen- und Zwischensohle ins Gewicht da diese das Laufverhalten entscheidend beeinflusst. Das Herzstück des neuen Mizuno Wave Rider 24 ist die Zwischensohle. Hier kommt im Rückfussbereich unterhalb der Wave Platte das neue Dämpfungsmaterial Enerzy zum Einsatz. Der neue Schaum soll verglichen mit dem bisherigen U4ic Schaum 17 % softer sein. Des weiteren soll er einen 15 % höheren Energiereturn haben. Was auf jeden Fall direkt spürbar ist, ist die weichere Landung zumindest wenn die Ferse zuerst aufsetzt. Ein Sofa ist der Wave Rider aber nach wie vor nicht. Das liegt auch an der Kombination der zwei Zwischensohlenmaterialien mit der bereits bekannten Wave Platte. Er ist zwar softer beim Fussaufsatz aber soft bei den Japanern bedeutet immer noch fester als bei vielen Modellen der Mitbewerber. Aber genau das ist gut so. Bietet Mizuno damit doch eine gelungene Abwechslung zu den in Summe immer weicher werdenden Runningschuhen am Markt.

Ausgewogen und fein abgestimmt gedämpft, bietet er wie bisher trotzdem ein gutes Maß an Dynamik und Reaktivität was von den Fans des Schuhs seit vielen Jahren geschätzt wird. Hinten ist der Wave Rider 24 durch die Cloud Wave Platte stabil (aber ohne einseitig zu korrigieren) und vorne durch die stärker aufgebrochene und segmentierte Außensohle angenehm flexibel. Die Flexibilität wurde durch die Neugestaltung der Aussensohle mit mehreren und kleineren Carbongummipads und der stärkeren Segmentierung sowie der tieferen Flexkerben erhöht. Die Torsionsfähigkeit wurde im Vergleich zum 23er deutlich verbessert und ist auf gutem Niveau.

Ebenfalls positiv ist die Entfernung der Wave Platte aus dem Mittelfussbereich. Dadurch entsteht eine breitere, durchgängige und weichere Auflagefläche. Nicht nur Rückfussläufer rollen dadurch gleichmässiger ab sondern auch Mittelfussläufer haben eine komfortablere Landezone. Die Aussparung unterhalb der Wave Platte ist beim Mizuno Wave Rider 24 größer und läuft zudem konkav zu. Dadurch sammelt der Rider hiermit keine Steine, Tannenzapfen und auch nicht mehr übermässig Schlamm oder Schnee mehr. Einziges kleines Manko bleibt die Kerbe neben dem Crashpad. Diese ist nach wie vor prädestiniert zum Sammeln von Steinen. Hier würde es schon reichen wenn sie weniger tief wäre.

Die Bauhöhe bleibt wie beim Vorgängermodell bei 31:19 mm und gehört damit nach wie vor eher zur höheren Sorte. Auch die Sprengung wurde nicht verändert und bleibt auf traditioneller Höhe bei 12 mm.  2 – 4 mm weniger würden den Rider noch dynamischer machen und den Laufspass weiter steigern. 8 – 10 mm Sprengung verändern nicht komplett die Charakteristik des Schuhs und erfordern auch keine besondere Gewöhnung an den Schuh. Das ist aber auch der einzige größere Kritikpunkt.

Schaft, Passform & Schnürung

Laufschuhe schnüren (c) Laufschuhkauf.deToll überarbeitet wurde der Schaft. Die neu verbaute Bootiekonstruktion sorgt für ein deutlich besseres „first fit“ und in der Bewegung sitzt der neue Wave Rider besser als sein Vorgänger. Im Schuhinneren wurde die Auskleidung weiter verbessert. Sie ist nun weicher und noch sauberer verarbeitet. Inzwischen sind auf der Innenseite keinerlei Nähte mehr zu finden. Die etwas stärkere Polsterung des Rückfussbereichs erhöht ebenfalls den Tragekomfort. Beim letzten Wave Rider habe ich noch die etwas spitz zulaufende Zehenbox moniert. Diese wurde ebenfalls wieder runder gestaltet und bietet so mehr Fussformen ausreichend Platz. Mehr Freiraum gibt es ebenfalls an der Ferse bzw. der Achillessehne. Hier wurde der Schuhkragen nicht mehr mit 2 Höckern nach oben gezogen sondern flacher gestaltet und zudem oben abgerundet. Die Schnürsenkel sind von der Länge etwas knapp bemessen aber sie reichen gerade aus um z. B. eine Marathonschnürung zu ermöglichen.

Die Optik wurde konsumiger und moderner gestaltet. Dazu trägt auch bei, dass das Markenzeichen von Mizuno, der Run Bird, nahezu komplett aufgeklebt und nur noch an einer Stelle mit einer kleinen Naht genäht wurde. Nicht nur der Optik wegen ist das neue Meshmaterial eine Verbesserung. Durch die offenporigere Gestaltung des zweilagigen Meshs wurde die Atmungsaktivität erhöht. Von der Größe fällt der Mizuno Wave Rider 24 normal und wie seine Vorgänger aus. Platz für orthopädische Einlagen ist ausreichend vorhanden.

Einsatzbereich & Untergrund

Laufschuhkauf.de Laufschuhtest Mizuno Wave Rider 24 Men (c) Laufschuhkauf.deAuf Asphalt, Parkwegen und sonstigen befestigten Wegen läuft sich der Mizuno Wave Rider 24 am besten. Normale Feld-/Wald- und Wiesenwege lassen sich ebenfalls problemlos damit laufen. Sehr angenehm: Durch die Veränderung der Aussparung unterhalb der Wave Platte sammeln sich dort auch keine größeren Steine, Tannenzapfen o. ä. mehr. Lediglich die Kerbe neben dem Crashpad bleibt ein Sammelbecken für Steine.

Vom Tempo her erstreckt sich sein Einsatzbereich auf langsame bis mittelschnelle Dauerläufe. Bezüglich der Länge gibt es kaum Restriktion. So macht der Wave Rider alles vom kurzen bis langen Dauerlauf mit. Lediglich für ultralange Distanzen könnte er mehr Komfort vertragen. Hierfür gibt es bei Mizuno mit den Modellen Wave Sky Neo oder Wave Sky 4 passende Alternativen. Persönlich nutze ich den Rider am liebsten für Dauerläufe im Wohlfühltempo bis hin zu Läufen im schnelleren Grundlagenbereich.

Fazit

OP gelungen – Schuh (nahezu) perfekt. Etwas softer und federnder aber trotzdem für einen Trainingsschuh noch dynamisch. So lässt sich das gelungene Update des Wave Rider zusammenfassen. Mit dem Wave Rider 24 präsentieren die Japaner eines der besten Updates ihres Erfolgsmodells. Nachdem es in den letzten Jahren zunehmend ruhiger um die Laufschuhe der Japaner wurde kommen diese aktuell produktseitig stark zurück. 

Zielgruppe des Mizuno Wave Rider 24

Mizuno Strassenlaufschuhe im Test (c) Laufschuhkauf.deLeichte bis mittelschwere Läufer mit neutralem Abrollverhalten auf der Suche nach einem Laufschuh fürs tagtägliche Training auf befestigtem Untergrund sollten den Mizuno Wave Rider 24 unbedingt probieren. Dank des neuen Setups mit dem durchgängigen, geschlossenen Mittelfussbereich funktioniert er auch für Supinierer und trotz der eher hohen Sprengung auch für Mittelfussläufer prima. Bisherige Riderfans werden auch mit der 24. Auflage glücklich werden. Da es den Wave Rider inzwischen in diversen Ausführungen gibt und diese alle auf das neue Setup geupgradet wurden, sind, je nach Anspruch und gewünschtem Einsatzzweck/-bereich, die Varianten einen Blick wert. Schwere Läufer mit vergleichbarem Abrollverhalten finden im Sortiment der Japaner mit den Modellen Wave Ultima 11, Wave Skyrise oder auch dem Wave Sky 4 vermutlich geeignetere Alternativen. Wer weniger Schuh sucht sollte sich bei Mizuno die Modelle Wave Shadow 4 bzw. wenn es richtig direkt sein soll den Wave Duel 2 anschauen.

Zielgruppe Gewicht
leichtgewichtig OOO
normalgewichtig OOOO
schwergewichtig O
Zielgruppe Abrollverhalten
Unterpronierer / Supinierer OOOO
Neutralfußläufer OOOO
leichte Überpronierer O
mittelstarke Überpronierer X
starke Überpronierer X
Laufuntergrund
Asphalt / Beton OOOO
Feld / Wald OO
Trail O
Legende: OOOO = sehr gut geeignet; OOO = gut geeignet; OO = geeignet; O = bedingt geeignet; X = ungeeignet

[WERBUNG] Hinweis zum Thema Werbung: Die Laufschuhe des Tests habe ich bei den jeweiligen Laufschuhherstellern angefordert. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Urteil wurde seitens der Hersteller keinerlei Einfluss genommen. Für den Testbericht erhalte ich keine finanzielle Vergütung von den Herstellern.


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